Forstinger-Verkauf vor Kartellgericht

3. Juni 2002, 17:36
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Equity-Fonds übernehmen Autozubehörkette - Strategischer Partner für Neuorientierung und Sanierung gesucht

Wien - Mit der Anmeldung beim Kartellgericht ist einer der letzten Formalakte zur Übernahme der österreichischen Auto-Zubehörkette durch in Österreich und Deutschland ansässige Equity-Fondsgesellschaften erfolgt. Angemeldet wurde der Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile der Forstinger Handelsgesellschaft durch die "AAX Beteiligungs GmbH", Wien, die "Value Management Services GmbH", Wien, und die "CAX Fahrzeugzubehör Holding GmbH", München.

Hinter der Münchener CAX Fahrzeugzubehör Holding verberge sich aber nicht der vom Sanierer Erhard Grossnigg für die nächsten Jahre in Aussicht gestellte strategische Investor, hieß es am Montag. Sie ist nur Teil einer gesellschaftsrechtlichen Konstruktion, über die die beiden Equity-Gesellschaften REB GmbH (Restrukturierungs- und Beteiligungsgesellschaft) und SSVP (Special Situations Venture Partners) bei Forstinger einsteigen. Direkter Eigentümer Forstingers wird die "AAX BeteiligungsmbH Österreich". Sie gehört zu 50 Prozent der REB und zu weiteren 50 Prozent zwei Gesellschaften der SSVP, darunter der CAX Fahrzeugzubehör.

Neuorientierung und Sanierung

Der Kaufpreis wurde vor wenigen Tagen mit 1,4 Mill. Euro beziffert. Zusätzlich werden 7,6 Mill. Euro an Eigenmitteln zur Verfügung gestellt. Der Sanierer Grossnigg hat sich für die Neuorientierung und Sanierung von Forstinger drei bis vier Jahre vorgenommen. Ein strategischer Partner wird gesucht. (APA)

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