Erste Sparinvest legt Ethik-Fonds auf

3. Juni 2002, 13:53
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Unternehmen mit "fragwürdigen Zielen" werden ausgeschlossen

Wien - Die Sparinvest, die Fondstochter der börsennotierten Wiener Erste Bank, bietet kritischen und gesellschaftspolitisch-sensiblen Anlegern seit kurzem einen Ethik-Fonds an. Wie die Fondsgesellschaft am Montag mitteilte, schließe das Produkt Unternehmen mit fragwürdigen Zielen wie Tabakkonzerne, Alkoholhersteller, Atomenergie-Produzenten, Rüstungskonzerne und Glücksspielanbieter von der Aufnahme aus.

Die Zeichnungsfrist für den "Ethik-Stock" habe bereits begonnen und dauere noch bis zum 14. Juni 2002. Der Erstausgabepreis betrage 100 Euro zuzüglich 4 Prozent Ausgabeaufschlag. Die monatlichen Verwaltungsgebühr betrage 0,15 Prozent. Es können beliebig viele Stücke gekauft werden.

Orientierung an "Humanix Global Index"

Im Start-Portfolio seien rund 68 Prozent US-Werte enthalten, 23 Prozent der Titel stammen aus Europa und rund 9 Prozent der enthaltenen Unternehmen aus Asien. Im Portfolio des Fonds seien unter anderem enthalten: General Electric, Microsoft, Intel, GlaxoSmithKline, NTT DoCoMo, Verizon, Vodafone, Novartis, Cisco und Pepsi.

"Bei der Titelauswahl orientiert sich der Fonds am "Humanix Global Index", der aus einer weltweiten Datenbank mit rund 1.500 ethisch akzeptablen Unternehmen die nach der Marktkapitalisierung 200 besten auswählt", beschreibt Fondsmanager Hans Leiter die Auswahlkriterien des "Ethik-Stock".(APA)

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