Sechs Pakistanis bei Grenzgefechten in Kaschmir getötet

3. Juni 2002, 13:10
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Ausländer verlassen weiterhin Indien

Neu Delhi - Bei neuen Artilleriegefechten an der Grenze in Kaschmir sind am Montag nach indischen Angaben sechs pakistanische Soldaten getötet worden. Indien beschuldigte Pakistan, die Schießereien in der Nähe von Poonch im Süden des indischen Bundesstaats Jammu und Kaschmir begonnen zu haben. Das berichteten indische Medien.

Die Ausreise ausländischer Diplomaten und Experten aus Angst vor einem möglichen Atomkrieg ging unterdessen weiter. Die belgische Botschaft forderte ihre Staatsbürger am Montag telefonisch auf, Indien zu verlassen. Belgische Mitarbeiter von internationalen Firmen und ihre Familien ziehen daher zum Teil ihren Urlaub vor.

Nach den weniger harten Tönen in Indien und Pakistan am Wochenende sahen die indischen Zeitungen indes eine Chance für Frieden. "Die harten Linien weichen auf", titelte die "Hindustan Times" am Montag. Der indische Regierungschef Atal Behari Vajpayee hatte am Sonntag Gespräche mit Pakistans Militärmachthaber Pervez Musharraf angekündigt, wenn Pakistan das Eindringen von Extremisten über die Grenze in Kaschmir stoppt. "Der Premierminister ist offen für Gespräche" lautete die Schlagzeile im "Asian Age". "Der Exodus bringt die Wirtschaft an den Rand des Absturzes", titelte die indische "Economic Times" mit Blick auf die Ausreise der Ausländer. (APA/dpa)

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