Nicht ohne

4. April 2003, 12:48
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Eine Pizza ohne Oregano ist wie ein Gulasch ohne Paprika. Aber das aromatische Gewürz schmeckt nicht nur gut, es ist auch gesund.

Der Wilde Majoran, wie Oregano manchmal auch genannt wird, ist ein buschig ausgewachsenes, blattreiches Kraut und wird bis 60 cm hoch. Seine vielen eiförmigen, zugespitzten, ganzrandigen oder nur wenig gekerbten, kahlen oder nur am Rand schwach behaarten Blätter werden 10-40 mm lang. Die Blätter des Oregano schmecken scharf würzig und bitter herb. Oregano ist aus der italienischen Küche nicht wegzudenken. Man würzt mit ihm Pizza, Tomatengerichte, Käse, fette Braten und andere Fleischspeisen. Fisch, Muscheln, Salate, Suppen und Gemüse.

Oregano war den alten Griechen bereits als Heilmittel bekannt. Er wurde gegen Vergiftungen eingesetzt. Im 4. Jahrhundert vor Christi war man überezeugt, dass Oregano besonders für niederkommende Frauen dienlich sei. Im Mittelalter war er auch in Europa als Zauber- und Heilpflanze bekannt. Erst seit 200 Jahren wird Oregano zum Würzen verwendet.

Die Heilkräfte von Oregano

Heute wird Oregano in der Medizin nicht mehr eingesetzt. Nichtsdestotrotz ist er ein gutes Hausmittel. Er wirkt entzündungshemmend, vor allem in Mund und Rachen, hilft gegen Husten und Bronchitis und bei Magen- und Darmbeschwerden.

Oreganotee
1 gehäuften Esslöffel getrockneter Oreganoblätter mit einem viertel Liter kochenden Wasser aufgießen, 5 Minuten ziehen lassen und danach abseihen. Bei Husten mehrmals täglich eine Tasse mit Honig gesüßtem Tee trinken, bei Magenschmerzen den Tee ungesüßt nach den Mahlzeiten zu sich nehmen.(red)

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