3-D-Erlebnis auf Riesenleinwand

3. Juni 2002, 12:33
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Neues Wiener IMAX-Kino startet am 7. Juni - Saal fasst bis zu 480 ZuschauerInnen

Wien - Während andere Kinopaläste mit einer Vielzahl von Sälen prunken, begnügt sich das neueste Wiener Lichtspieltheater mit nur einem einzigen Raum. Dafür richten die BesucherInnen im neuen IMAX beim Technischen Museum ihre Blicke auf eine rund 600 Quadratmeter große Leinwand.

Gigantische Zahlen und Technik

Der Projektor mit einer Tonne Gewicht spult Filmrollen ab, die bis zu 80 Kilo wiegen und deren Durchmesser eineinhalb Meter beträgt. Laut Architekt Florian Reischer weist das ovale Haus eine Kubatur von 37.000 Kubikmetern auf. 70 Prozent davon nimmt der große Saal ein, in dem 480 Zuseher Platz finden.

Die Investitionssumme für das Projekt hat 8,8 Mill. Euro betragen. Die reine Bauzeit betrug zehn Monate. Bauherr ist die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Das Gewebe auf der gekrümmten 29 x 21 großen Leinwand - sie ist laut IMAX die größte Europas - wurde von Kletterern des Alpenvereins montiert. Dafür, dass neben dem Auge auch der Rest des Körpers beansprucht wird, sorgt ein Soundsystem mit 24.000 Watt.

3-D-Erlebnis

Die speziell beschichtete Leinwand und eine neuartige, komplizierte Aufnahmetechnik ermöglichen ein räumliches Kino-Erlebnis. Notwendig dafür sind polarisierende Brillen, welche die BesucherInnen beim Eingang erhalten. Dafür, dass sie am Ende wieder abgegeben werden, garantiert das Design: Die Betreiber haben sich für ein extrem unmodisches Modell entschieden, um den Abgang so gering wie möglich zu halten. Die Brillen, so wurde außerdem versichert, werden nach jeder Benützung gewaschen.

Naturfilme

Ab 7. Juni werden neben den "Tiefen der Meere" auch die Filmreise "Odysse 3D - Aufbruch in die dritte Dimension", der Streifen "The Human Body" sowie das Naturerlebnis "Der hohe Norden" zu sehen sein.

Für das alte IMAX-Gebäude auf der anderen Seite des Technischen Museums schlägt hingegen bald die letzte Stunde. Derzeit wird der Container noch als "Event-Location" benutzt. Im Oktober soll er dann abgerissen werden. (APA)

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    bild: imax-wien
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