Keine Spur nach Hamburger Kunstraub

4. Juni 2002, 12:29
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Giacometti-Skulptur gestohlen: Während der Hamburger "Langen Nacht der Museen" tauschte Täter die Bronzeskulptur gegen Holzkopie

Hamburg - Nach dem dreisten Skulpturendiebstahl in der Hamburger Kunsthalle hat die Polizei noch keine Spur der Täter. Bei der Suche nach den Dieben einer Bronzeplastik von Alberto Giacometti, die einen Wert von 500.000 Euro haben soll, gebe es keine neuen Anhaltspunkte, sagte am Dienstag eine Polizeisprecherin. Rund 16.000 Besucher hatten sich während der "Langen Nacht der Museen" am 25. Mai zwischen 18.00 und 3.00 Uhr in den Räumen des Kunsthalle gedrängt, als das Werk gegen eine bemalte Holzkopie ausgetauscht wurde.

Identifizierbar

Erst am vergangenen Dienstag hatte eine Mitarbeiterin des Museums den Diebstahl bemerkt. Die 1956 gefertigte Giacometti-Bronze ist 32 Zentimeter hoch und stellt einen Menschen dar, dessen Arme unterhalb der Schulterblätter abgeschnitten sind. Das Werk stand in der Kunsthalle auf einem Holzsockel unter einer Plexiglashaube. Kunsthallendirektor Uwe Schneede hält es für möglich, dass der dreiste Diebstahl ein übler Scherz war, mit der die Reaktion des Museums getestet werden soll. Die wertvolle Skulptur sei durch eine Nummer und einen Gießerstempel identifizierbar und nahezu unverkäuflich. (APA/dpa)

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