Die "Krone" und der Hacker: Nichts dran

3. Juni 2002, 19:36
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Innenministerium: 17-jähriger Wiener drang nicht in Datennetz des Pentagon ein

Das klang eindrucksvoll, der Inhalt ist aber offenbar mager: Am Wochenende berichtete die "Krone" samt Blattaufmacher darüber, dass ein 17-jähriger Lehrling aus Wien-Favoriten beim Internet-Surfen in hoch geheime Datennetze des US-Pentagon eingedrungen sei. Doch am Montag folgte das eindeutige Dementi von Rudolf Gollia, Sprecher des Generaldirektors für Öffentliche Sicherheit: "Es ist nichts dran."

Gschichtl

Der Bursch hatte bereits Donnerstag Abend sowohl das Innenministerium als auch Zeitungsredaktionen davon informiert, dass er angeblich den Zugangscode des US-Verteidigungsministeriums geknackt habe. Er sei - so die "Krone" - doch glatt von einem FBI-Beamten aus Washington mit den Worten zurück gerufen worden: "Wie bist du zu den vertraulichen Dokumenten gekommen?"

Gut recherchiert

Gollia: "Auch die US-Botschaft hat bestätigt, dass der 17-Jährige keine Regierungsdokumente abgerufen hat." Er sei auch gar nicht auf entsprechenden Sites unterwegs gewesen. (APA)

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