Costa verabschiedet Kuerten

3. Juni 2002, 12:36
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Der Titelverteidiger gewann von drei Achtelfinal-Sätzen keinen, auch Hewitt und Haas sind draußen

Paris - Im Herrenbewerb der French Open sind am Sonntag mit Lleyton Hewitt und Thomas Haas die Nummern eins und drei sowie Titelverteidiger Gustavo Kuerten ausgeschieden. Hewitt unterlag im Achtelfinale nach einem 4:13-Stunden-Marathon dem Argentinier Guillermo Canas mit 7:6,6:7,4:6,3:6, Haas schied gegen den Rumänen Andre Pavel mit 1:6,6:7,4:6 aus und dann erwischte es auch noch den dreifachen Paris-Triumphator Kuerten, der sich Albert Costa mit 4:6.5:7,4:6 beugen musste.

Kuerten, der bei den French Open 1997, 2000 und 2001 gewonnen hatte, musste sich in Roland Garros erstmals seit dem Viertelfinale von 1999 geschlagen geben, was allerdings gegen einen starken Sandspieler wie Costa nicht ganz überraschend kam. Schließlich hatte sich der Südamerikaner erst im Februar einer Hüftoperation unterzogen und eigentlich war es ein kleines Wunder, dass er überhaupt antreten konnte. Die voran gegangenen Partien hatten Substanz gekostet und auch die mangelnde Spielpraxis war nicht zu übersehen. Vor allem beim Service, kamen doch nur 58 Prozent von Kuertens ersten Aufschlägen.

Hewitt, Sieger der vergangenen US Open und des Masters 2001, gewann zwar den ersten Set, geriet aber nach dem Verlust des zweiten im Tie-Break (13:15) nach etlichen ungenützten Satzbällen auf die Verliererstraße und gab im vierten Set noch eine 3:0-Führung aus der Hand. Canas, im Vorjahr im Finale der Wiener CA-Trophy erst von Haas bezwungen, glückte damit eine erfolgreiche Revanche für die Vorjahrsniederlage gegen Hewitt in der vierten Runde von Roland Garros. Der Argentinier trifft nun im Viertelfinale auf Costa.

Deutschland ist nach dem Out von Haas bei den French Open nicht mehr vertreten. Der in Florida lebende Hamburger schied nach desolater Leistung gegen Pavel als letzter von 14 gestarteten deutschen Tennisprofis aus. Immerhin verzeichnete Haas sein bisher bestes Ergebnis beim Sandplatz-Klassiker im Stade Roland Garros. (APA/Reuters/AFP/dpa)

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