Popkonzert zu Ehren der Queen: Charles preist seine "Mami"

4. Juni 2002, 07:15
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Elizabeth II. singt bei bei Beatles-Klassiker nicht mit

London - Die Feiern zum Goldenen Thronjubiläum der britischen Königin Elizabeth II. (76) sind am Montagabend in London mit einem großen Popkonzert im Garten des Buckingham-Palastes fortgesetzt worden. Vor 12 000 Zuschauern traten unter anderem Paul McCartney, Shirley Bassey, Elton John, Tom Jones, Phil Collins, Ricky Martin, Annie Lennox, S Club 7 und Rod Stewart auf.

Vor der in Pink, Blau und Golden angestrahlten Palastfassade und in den angrenzenden Parks wurde die "Party at the Palace" auf großen Leinwänden von über einer Million Menschen verfolgt. Die Queen und ihr Ehemann Prinz Philip (80) selbst erschienen erst nach zweieinhalb Stunden. Das als "Golden Jubilee-Girl" angekündigte Staatsoberhaupt wurde vom Publikum mit Ovationen empfangen.

Am Ende kam sie zusammen mit Philip, Prinz Charles (53), Prinz William (19) und Prinz Harry (17) auf die Bühne. Charles hielt eine kleine Rede, die er mit den Worten begann: "Eure Majestät...Mami, in meiner langen Erfahrung mit Popkonzerten ist dies etwas ganz Besonderes gewesen. Ich glaube, niemand von uns wird das je vergessen." Großbritannien sei stolz auf seine Königin. Paul McCartney fragte die Queen: "Machen wir das nächstes Jahr noch einmal?" Die Antwort: "Nicht in meinem Garten!"

Kurz zuvor sorgteMcCartney mit dem Klassiker "All you need is love" für einen weiteren Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Thronjubiläum der Queen. Entgegen den Spekulationen britischer Zeitungen sang Elizabeth II. bei diesem Lied jedoch nicht mit. In der königlichen Loge hatten sich die Hoheiten zuvor schon sehr gut amüsiert. Charles' Freundin Camilla Parker Bowles war wie am Samstag auch diesmal wieder mit dabei. Weitere Ehrengäste waren Premierminister Tony Blair, John Lennons Witwe Yoko Ono und Kermit der Frosch.

Heavy-Metal-Idol Ozzy Osbourne schärfte sich vor seinem Auftritt ein: "Ich muss mich von meiner besten Seite zeigen, denn ich habe keine Lust, den Rest meines Lebens im Tower zu verbringen. Ich darf weder meine Hose runterlassen noch Schimpfwörter benutzen, sonst öffnet sich noch eine Falltür unter mir." Eric Clapton sagte hinter der Bühne, für ihn sei mit dem Auftritt ein "Traum wahr geworden". Beach Boy Brian Wilson sprach von der "größten Ehre" seines Lebens.

Nach dem Konzert verließ die Queen das Schloss in einer schwarzen Limousine, gefolgt von einem langen Zug von Kindern mit Laternen. Ein großes Feuerwerk schloss den Abend in London ab, während im ganzen Land Leuchtfeuer entzündet wurden. An diesem Dienstag erreichen die Feiern mit einer prachtvollen Prozession der Queen durch London ihren Höhepunkt. (APA)

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