Ein Tempel am Ort einer zerstörten Moschee

2. Juni 2002, 18:15
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7.000 Hindus fordern die Errichtung zu Ehren des höchsten Hindu-Gottes Ram in Ayodhya - 10.000 Sicherheitskräfte bewachen 108-tägige Gebetsfeier

Ayodhya - Zu Beginn einer 108-tägigen Gebetsfeier haben am Sonntag mehr als 7.000 Hindus ihre Forderung nach dem Bau eines Tempels an der Stelle einer ehemaligen Moschee in Ayodhya bekräftigt. Rund 10.000 Sicherheitskräfte wachten über die Feier östlich von Neu-Delhi. Die Moschee von Ayodhya war 1992 von hinduistischen Nationalisten niedergerissen worden, bei den darauf folgenden Unruhen kamen rund 2.000 Menschen ums Leben.

"Der Tempel wird hier gebaut werden!" riefen die Gläubigen unter Führung des Hinduistischen Weltrates aus. Sie kamen zusammen, um den höchsten Hindu-Gott Ram in Ayodhya zu ehren, das als seine Geburtsstadt gilt. Ram soll auch der Tempel geweiht werden, der einen vor der Errichtung der Moschee im 16. Jahrhundert zerstörten Tempeln ersetzen würde. Die Regierung hat Bauten auf der Stätte der früheren Moschee bis zu einer Entscheidung des Höchsten Gerichtshofes verboten. (APA/AP)

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    Der 92jährige Ramchandra Das Paramhans fordert die Errichtung eines Tempels

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