Pakistan drängt weiter auf Dialog mit Indien

2. Juni 2002, 17:33
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Vajpayee schließt hingegen direktes Treffen mit Musharraf weiterhin aus

Duschanbe/Moskau/Alma Ata - Pakistans Militärmachthaber Pervez Musharraf hat zwei Tage vor dem Asiengipfel in Kasachstan sein Interesse an einer Lösung des Kaschmir-Konflikts mit Indien bekräftigt. "Wir fliegen nach Almaty in der Hoffnung, dass wir dort positive Ergebnisse zur Lösung des Problems erzielen werden", sagte Musharraf am Sonntag bei einem Besuch im zentralasiatischen Tadschikistan. Indiens Regierungschef Atal Behari Vajpayee, der bereits am Sonntag in Kasachstan eintraf, schloss ein direktes Treffen mit Musharraf am Dienstag in der Stadt Almaty weiterhin aus.

Musharraf lobt Putin

Mit lobenden Worten kommentierte Musharraf die Bemühungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin um eine Annäherung der verfeindeten Atommächte Indien und Pakistan. "Wir schätzen die Rolle Russlands und Präsident Putins bei der Lösung des Problems sehr", betonte er. Putin will in Almaty sowohl mit Musharraf als auch mit Vajpayee zusammentreffen. Auch Chinas Staatschef Jiang Zemin wird zu der Konferenz am Dienstag erwartet.

Musharraf wiederholte vor der Presse in Tadschikistan, sein Land wolle Frieden mit Indien. "Pakistan wird keinen Krieg beginnen, wir wollen den Konflikt friedliche lösen", zitierte ihn die russische Agentur Interfax. Der pakistanische Militärmachthaber wird an diesem Montag in Kasachstan erwartet.

Indischer Botschafter schließt Gespräche in Alma Ata aus

Vor Beginn des Sicherheitsgipfels asiatischer Staaten in Kasachstan hat der dortige indische Botschafter Gespräche mit Pakistan über die Kaschmir-Krise ausgeschlossen. Es werde am Rande des Gipfels "auf keiner Ebene" Verhandlungen geben, sagte Botschafter Vidya Sagar Verma am Sonntag kurz vor Ankunft von Premier Atal Behari Vajpayee in der Stadt Alma Ata. (APA/dpa)

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