Lufthansa-Chef beklagt Wettbewerbsverzerrung

2. Juni 2002, 16:31
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Schanghai - Lufthansa-Chef Jürgen Weber hat erneut vor Wettbewerbsverzerrungen in der weltweiten Luftfahrt gewarnt. Während etwa die Lufthansa die nach den Terroranschlägen vom 11. September verstärkten Sicherheitsmaßnahmen selber bezahlt habe, hätte in den USA die Regierung diese Kosten übernommen. "Wir werden alles machen, was Sinn hat, und bezahlen das auch, aber andere müssen das auch tun", forderte Weber am Sonntag in Schanghai. Am Vorabend des ersten Treffens der internationalen Luftfahrtvereinigung (IATA) nach dem 11. September mahnte der Lufthansa-Chef zudem eine rasche Lösung beim Problem der Versicherungen an.

"Es ist beschämend, dass wir Monat für Monat um eine Verlängerung der Staatsgarantien betteln müssen", sagte Weber. Als Ersatz für die nach den Terrorattacken auf die USA gekündigten Versicherungen müsse ein gemeinnütziger Fonds geschaffen werden. Das von der europäischen Luftfahrt vorgeschlagene Drei-Stufen-Modell "Eurotime" scheine das einzig sinnvolle zu sein, betonte Weber. Es sei weiter als ein anderes Konzept aus den USA und habe Chancen, weltweit für die Luftfahrtindustrie übernommen zu werden. (APA)

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