Berger fordert Strafen im Falle von Stallorder

6. Juni 2002, 14:26
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Während seiner aktiven Zeit sei ihm Schumacher "auf die Nerven gegangen"

Stuttgart - BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger hat sich für Strafen nach einer Stallregie bei Formel-1-Rennen ausgesprochen und Ferrari in diesem Zusammenhang erneut scharf kritisiert. "Ich würde es sehr begrüßen, wenn es künftig eine Möglichkeit gäbe, eine derartige Stallorder durch das Reglement zu bestrafen", sagte der Tiroler in einem Interview mit der "Welt am Sonntag". Dies sei jedoch Sache des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA).

Ferrari-Teamchef Jean Todt hatte beim Großen Preis von Österreich am 12. Mai dem führenden Rubens Barrichello befohlen, seinen Teamkollegen Michael Schumacher in der letzten Runde passieren und so gewinnen zu lassen. Dies hatte weltweit für Empörung gesorgt. Die FIA hatte angeordnet, dass sich Ferrari, Schumacher und Barrichello am 26. Juni vor dem Motorsport-Weltrat zu dieser Aktion äußern müssen.

"Ich kann Ferraris Entscheidung absolut nicht verstehen", sagte Berger. "Sie haben die Tragweite unterschätzt. Nach dem Rennen hätte ich mir zumindest ein paar entschuldigende Worte gewünscht." Der 42 Jahre alte Tiroler kritisierte auch den viermaligen Weltmeister Schumacher: "Er hat geschenkte Siege nicht nötig." Sein Verhältnis zu seinem früheren Konkurrenten bezeichnete der zehnmalige Grand-Prix- Sieger Berger inzwischen als positiv. Während seiner aktiven Zeit sei ihm Schumacher aber "auf die Nerven gegangen". (APA/dpa)

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