Kolumbianische Regierung sieht Gespräche mit ELN-Rebellen gescheitert

1. Juni 2002, 09:48
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Unabhängige Kontrollen während Waffenstillstands abgelehnt

Bogota - Waffenstillstandsverhandlungen der kolumbianischen Regierung mit der zweitgrößten linksgerichteten Rebellengruppe des Landes, der Nationalen Befreiungsarmee (ELN), sind nach Angaben des Unterhändlers der Regierung gescheitert. Damit sind für Präsident Andres Pastrana auch die letzten Hoffnungen geschwunden, in seiner im August ablaufenden vierjährigen Amtszeit einen Durchbruch in Friedensgesprächen mit den Rebellen zu erreichen.

Unterhändler Camilo Gomez gab der ELN die Schuld am Scheitern der Gespräche. Diese habe unabhängige Kontrollen ihrer Bewegungen während des Waffenstillstands abgelehnt. Ohne dies sei eine Vereinbarung aber sinnlos, sagte Gomez im Rundfunk. Beide Seiten hätten sich auch nicht auf die Stärke der ELN einigen können. Diese habe von 10.000 Mann gesprochen, die Regierung schätze ihre Zahl eher auf 4.500 Kämpfer. Beide Seiten hatten in Kuba verhandelt. (APA/AP)

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