Mindestens zwei Tote und 37 Verletzte bei Anschlägen

1. Juni 2002, 15:43
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Indischer Verteidigungsminister sieht "keinen Anlass zur Sorge"

Srinagar/Singapur - Bei einem Handgranaten-Anschlag im indischen Teil Kaschmirs sind in der Nacht zum Samstag mindestens ein Mensch getötet und 30 weitere verletzt worden. Nach Angaben der Polizei schleuderten Unbekannte an einer Kreuzung in Srinagar eine Handgranate auf eine Fußstreife der paramilitärischen Grenzwachen (BSF), dabei wurden zwei Sicherheitskräfte verletzt. Die indische Polizei vermutet radikale Moslem-Rebellen hinter dem Anschlag. Diese kämpfen seit Jahren für die Unabhängigkeit der zwischen Pakistan und Indien umstrittenen Himalaya-Region.

Der indische Verteidigungsminister George Fernandes sieht unterdessen keine unmittelbare Gefahr für einen Krieg mit Pakistan wegen des Kaschmir-Konflikts. Fernandes sagte dies am Samstag bei einer asiatischen Sicherheitskonferenz in Singapur. Fernandes beschrieb die Situation an der Grenze zwischen den beiden Nuklearmächten als "stabil". Fernandes betonte, er sehe augenblicklich keinen Anlass zur Sorge.

Bei weiterem Anschlag ein Toter und sieben Verletzte

Bei einem weiteren Granaten-Anschlag im indischen Teil Kaschmirs sind am Samstag ein Zivilist getötet und sieben weitere Menschen verletzt worden. Der Anschlag wurde nach Angaben der Polizei in Kulgam verübt, rund 70 Kilometer südlich der Sommerhauptstadt Srinagar. (APA/dpa)

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