Handball: Österreich verliert in WM-Quali

1. Juni 2002, 15:43
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Kanppe Niederlage gegen Spanien nach verschlafener erster Hälfte

Dornbirn - Ein starkes Lebenszeichen gab das österreichische Handball-Nationalteam der Männer am späten Freitagabend in Dornbirn im Playoff-Hinspiel der WM-Qualifikation gegen Spanien. Die Niederlage der ÖHB-Auswahl gegen den Olympia-Dritten war unvermeidbar, hielt sich mit 26:28 (8:15) aber in Grenzen. Der WM- Fünfte Spanien ist so gut wie fix für die WM qualifiziert.

Die Spanier zeigten gegen Ende der ersten Hälfte und zu Beginn der zweiten ihre Klasse und zogen auf sieben, acht Tore davon. "Da sah man, dass sie ein Weltklasseteam sind und viele Spieler von Europacupsiegern in ihren Reihen haben. Die Österreicher hatten da zu viel Respekt", analysierte Ex-Teamspieler Andreas Dittert diese Phase.

Hatten die Österreicher zuvor Chancen ausgelassen und durch technische Fehler Gegentore provoziert, so legten sie in der letzten Viertelstunde vor 3.500 Fans in der Messehalle den Respekt ab und erwiesen sich als durchaus ebenbürtig. Mit Keeper Thomas Huemer als starkem Rückhalt - er wehrte in seinem 50. Länderspiel rund 20 Bälle ab - und dessen Hard-Kollegen Guido Graf, der vor den Augen der Chefs seines neuen Klubs Otmar St. Gallen sechs Treffer erzielte, als Topscorer wurde der Rückstand auf zwei Treffer reduziert.

"Zuhause werden wir nicht nur dreißig Minuten, sondern das ganze Match konzentriert spielen", erklärte Spaniens Superstar Talant Duschebajew.(APA)

Handball-WM-Qualifikation der Männer - Playoff-Hinspiel am Freitag in Dornbirn:

Österreich - Spanien 26:28 (8:15). Messehalle, 3.500, Wakula/Ljudovik (beide UKR). Tore: Graf 6, Varga 4, Szlezak 3/3, Kopeinigg 3, Schlinger 2, Kainmüller 2, Stachelberger 2, Gierlinger 2, Galic 2 bzw. A. Ortega 6/3, Masip 5/3, Ugalde 3, Duschebajew 3, Enterios 2, M. Ortega 2, Garcia 2, Perez 2, Hernandez 2, Romero 1.

Rückspiel am 8. Juni auf Ibiza. Der Gesamtsieger ist für die WM im Jänner 2003 in Portugal qualifiziert.

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