"Schwangerschaftsvergiftung" kann verhindert werden

1. Juni 2002, 12:00
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Prä-Eklampsie ist beinahe für jede zweite Frühgeburt verantwortlich

London - Die so genannte "Schwangerschaftsvergiftung" kann mit Magnesium-Sulfat in vielen Fällen verhindert werden. Das Risiko einer Erkrankung werde mit dem preisgünstigen Wirkstoff um 58 Prozent verringert, heißt es in der jüngsten Ausgabe des britischen Wissenschaftsmagazins "The Lancet".

Die Schwangerschaftsvergiftung wird wissenschaftlich als EPG-Gestose oder Prä-Eklampsie bezeichnet und ist beinahe für jede zweite Frühgeburt verantwortlich. Sie hat bei der Schwangeren Wassereinlagerungen in den Beinen und Händen (Ödeme), erhöhten Blutdruck und Eiweiß im Urin zur Folge.

Dadurch werden vor allem in Ländern mit weniger entwickelter medizinischer Infrastruktur viele Todesfälle bei Schwangeren verursacht. In die Studie am Institut für Gesundheit in Oxford wurden 10.000 Frauen aus 33 Ländern einbezogen. Die Prä-Eklampsie tritt in fünf bis acht Prozent aller Schwangerschaften auf. (APA)

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