Annette Benings "verrückter Freitag"

2. Juni 2002, 21:34
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... und Josh Hartnett im Liebes- "Appartement": Remakes eigenwilliger Filme in Planung

Los Angeles - Annette Bening, in den letzten Jahren vor allem mit ihren vier Kinder mit Ehemann Warren Beatty beschäftigt, hat jetzt laut "Hollywood Reporter" mit den Disney-Studios einen Vertrag für "Freaky Friday" unterschrieben - ein Remake der gut gelaunten 70er Jahre-Familienkomödie "Ein ganz verrückter Freitag", in dessen Originalversion die damals noch sehr teenagerhafter Jodie Foster und Barbara Harris die Hauptrollen spielten.

Bening wird die verwitwete Mutter spielen, die sich ständig mit ihren Teenagern herumärgert, bis sie eines Tages mit ihrer Tochter Körper tauscht, was natürlich turbulente Folgen hat. Das Original aus dem Jahr 1978, ein frühes Exemplar der 80er-Jahre-Mode der "body-swap"-Filme, gilt als unterschätztes Disney-Werk und hat eine beträchtliche Fangemeinde - nicht zuletzt wegen der gut servierten Hauptrollen, der Frisuren und der Schlaghosen. Schwer zu sagen, ob ein erfolgreiches Update gelingen kann.

Josh Hartnett, verführt im "Appartement"

Josh Hartnett ("Pearl Harbor") hat sich für "Wicker Park" verpflichtet, ein Hollywood-Remake des milde erotischen französischen Verwirrspiels "L'Appartement". Im Original von 1996 steht Vincent Cassel knapp vor seiner Hochzeit mit Sandrine Kiberlain, taucht anstelle einer Geschäftsreise freilich unter, um nach nach einer früheren Liebe, verkörpert von Monica Bellucci, zu suchen, nur um bei seiner Suche in einem mysteriösen Appartement in die sehnsüchtigen Arme von Romane Bohringer zu fallen.

Der aus der Werbebranche stammende Regisseur Gilles Mimouni bearbeitete mit erzählerischen Tricks wie Chronologiesprüngen und subjektiven Blickwinkeln effizient eine offenherzige Phantasie männlicher Eitelkeit. Quantitativ bei seinem Kinoeinsatz ein moderater Erfolg, genießt "L'Appartement" beträchtlichen Nachruhm. So wurde die Italienierin Monica Bellucci, die kurz nach den Dreharbeiten Co-Star Vincent Cassel heiratete, schlagartig zum großen Star in Frankreich; und das Duo Bellucci/Cassel widmet sich seither kommerziell erfolgreich dem Ausstattungs- ("Le pacte de loups") oder auch Schock-Kino ("Irreversible", Cannes 2002).

Beim Remake scheint mit dem ebenfalls sehr an Stilisierung interessierten Briten Paul McGuigan ("Gangster No.1") ein passender Regisseur gefunden; um kommerzielles Potenzial braucht sich wohl niemand sorgen. Bleibt für den von "Variety" kolportierten Drehstart im Oktober noch ein wesentliches Problem zu lösen: Die Namen der weiblichen Co-Stars von Hartnett wurden noch nicht bekannt gegeben. (APA/dpa/hcl)

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