ISS und Space Shuttle mit freiem Auge über Österreich sichtbar

28. Mai 2002, 15:55
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"Ungewöhnlich gute Sichtbedingungen" während der nächsten Shuttle-Mission

"Ungewöhnlich gute Sichtbedingungen" auf die Internationale Raumstation ISS und die nächste Mission der Raumfähre Endeavour wird es in den nächsten Tagen in West- und Mitteleuropa, also auch Österreich, geben. Nach aktuellen Berechnungen der Bahndaten bieten sich täglich - günstige Witterung vorausgesetzt - mindestens eine, im Durchschnitt drei Sichtungsmöglichkeiten. Unter günstigen Umständen wird man sogar das An- und Abdocken des Space Shuttles vom Boden aus beobachten können, erklärte Richard Huber, Wissenschaftskommunikator aus Vorarlberg, der sich bemüht, in internationalen Projekten mehr Aufmerksamkeit für die Raumfahrt in der Öffentlichkeit zu wecken, gegenüber der APA.

Nicht immer von Österreich aus zu sehen

Auf Grund der Bahn der ISS ist die Raumstation nicht immer von Österreich aus zu sehen. In den nächsten Tagen wird es aber ein Sichtbarkeits-Maximum in West- und Mitteleuropa geben - just zu jener Zeit, in der auch die nächste Space Shuttle-Mission angesetzt ist. Geplanter Start für die Raumfähre Endeavour ist laut Huber der 30. Mai um 22.00 Uhr (MESZ). Wer zu dieser Zeit zum Himmel blickt, kann ab etwa 22.11 Uhr die ISS als hellen Punkt vorbeiziehen sehen und rund zehn Minuten später - also etwa 20 Minuten nach dem Start - das Space Shuttle, beide bereits auf der gleichen Bahn. Dieses Hintereinander-Herfliegen, die langsame Annäherung des Shuttle an die Station, das Andocken und schließlich das Abdocken wird man laut Huber dann in den nächsten Tagen weiter beobachten können.

Vorhersagedienste

Die Zeitpunkte der Durchgänge der ISS werden von speziellen Vorhersagediensten zur Verfügung gestellt. Für Österreich gibt es bereits eine Liste im Internet mit den einzelnen Daten der verschiedenen Dienste. Dort kann man sich über den Beginn der Sichtbarkeit, deren Dauer sowie die Himmelsrichtung zu Beginn und Ende der Beobachtungsmöglichkeit für die einzelnen Landeshauptstädte informieren (Internet: http://htnewsletter.com/oe/).

Hubers Projekt "Die Internationale Raumstation ISS über Österreich" ist Teil der "Science Week", bei der vom 7. bis 16. Juni in ganz Österreich Wissenschaft und Forschung auf einfache und vergnügliche Weise der Bevölkerung näher gebracht werden soll.(APA)

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