Steuererklärung mit professioneller Unterstützung

14. Juni 2002, 14:02
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Steuerberaterhonorare sind steuerlich immer absetzbar

Viele Steuerzahler stellen sich immer wieder die Frage, ob es sinnvoll bzw. notwendig ist, sich in steuerlichen Angelegenheiten von einem Wirtschaftstreuhänder (Steuerberater, Buchprüfer oder Wirtschaftsprüfer) beraten und vertreten zu lassen.

Angesichts der ständig zunehmenden Kompliziertheit des Steuerrechts und der Fülle an jährlichen steuerlichen Änderungen muss diese Frage wohl uneingeschränkt bejaht werden. Professionelle Steuerberatung sichert nicht nur eine steueroptimale Vorgangsweise, sondern auch eine ordnungsgemäße Erfüllung der steuerlichen Pflichten. Als sachverständige Berater haften die Wirtschaftstreuhänder selbstverständlich auch für die von ihnen erteilten Auskünfte bzw. erbrachten Leistungen.

Darüber hinaus bietet die steuerliche Vertretung durch einen Wirtschaftstreuhänder auch den beachtlichen Vorteil, dass der betroffene Steuerpflichtige von der zwischen der Kammer der Wirtschaftstreuhänder und dem BMF vereinbarten besonderen Fristenregelung für die Abgabe der Steuererklärungen profitieren kann. Im Rahmen dieser Fristenregelung müssen die Wirtschaftstreuhänder die Steuererklärungen ihrer Klienten in monatlichen Tranchen beginnend ab September des Folgejahres bis spätestens 31. März (bzw. 30. April) des zweitfolgenden Jahres abgeben.

Und was die Kosten für die Beratung durch einen Wirtschaftstreuhänder betrifft: Selbstverständlich sind die Kosten bei der jeweiligen Einkunftsart als Betriebsausgaben oder Werbungskosten absetzbar (im Falle der Umsatzsteuerpflicht der betreffenden Betätigung besteht für das Beratungshonorar auch ein Vorsteuerabzug).

Aber selbst rein privat verursachte Steuerberatungskosten (z. B. Beratung in Erbschafts- und Schenkungssteuerangelegenheiten) sind steuerlich absetzbar: Steuerberatungskosten sind nämlich, soweit sie nicht ohnedies Betriebsausgaben oder Werbungskosten sind, jedenfalls als Sonderausgaben betraglich unbeschränkt absetzbar. Durch die Steuerersparnis kostet der Steuerberater daher in vielen Fällen (bei einem Grenzsteuersatz von 50%) ohnedies nur mehr die Hälfte dessen, was an ihn zu bezahlen ist!
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