Japan

25. Mai 2002, 21:34
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Wien - "Klein, aber oho" will sich Japans Fußball-Nationalmannschaft bei der historischen Chance der WM im eigenen Land präsentieren. Sowohl geschichtlich mit erst einer WM-Teilnahme (1998), als auch körperlich entsprechen die Kicker des Gastgeber-Landes nicht wirklich dem sonst üblichen Gardemaß auf der größten Bühne der Fußball-Welt. Mit einem "No-Name-Team" kreuzen die Japaner aber in Gruppe H zu den Duellen mit Belgien, Russland und Tunesien keinesfalls auf, denn mit Hidetoshi Nakata und Shinji Ono hat man zwei echte Superstars in den Reihen.

Superstars Ono und Nakata

Der 22-jährige und kahl geschorene Ono steht beim UEFA-Cup-Finalisten (Sieger) Feyenoord Rotterdam unter Vertrag und wird von den niederländischen Medien bereits zum "japanischen Johann Cruyff" erkoren. Und Nakata genießt in seiner Heimat ein ähnliches Ansehen wie David Beckham in England, ist also quasi ein Volksheld und Symbolfigur des aufstrebenden Fußballs in Japan. In den vergangenen Jahren wurde der 25-Jährige um unfassbare Millionenbeträge zwischen den italienischen Serie-A-Klubs Perugia, AS Roma und AC Parma transferiert, machte sich jedoch mit seiner überheblichen Art jedoch nicht nur Freunde.

Der Teamchef und die Medien

Mehr oder weniger unbeliebt bei den japanischen Medienvertretern ist Japans französischer Teamchef Philippe Troussier, der seit 1998 im Amt ist. Auf Fragen von Reportern antwortet Troussier wenn überhaupt mit sarkastischen Aussagen wie "Lassen Sie mich einmal raten, was Sie mich als nächstes fragen". Nach der WM wird die Ära Troussier dann auch zu Ende gehen, der Franzose will einen englischen Klub betreuen.

Fußballfieber total

Das Fußball-Fieber in Japan stieg im Vorfeld der WM so wie die Erwartungshaltung von Tag zu Tag. 80 Prozent der Japaner, das sind ungefähr 100 Millionen Menschen sind, gaben nämlich an, dass sie die WM-Spiele entweder im Fernsehen oder direkt im Stadion miterleben werden. Und 70 Prozent der Bevölkerung glauben, dass ihr Nationalteam die Gruppe H übersteht und sogar bis ins Viertelfinale kommt. (APA)

JAPAN:

Dress: blau - blau - blau

Vorrunden-Gegner: Belgien (4. Juni/Saitama), Russland (9. Juni/Yokohama), Tunesien (14. Juni/Osaka)

Größte Erfolge: Asien-Cup-Sieger 1992, Olympia-Dritter 1968, WM-Qualifikation 1998,2002

WM-Teilnahmen: 2 (1998,2002)

Qualifikation: Als Veranstalter automatisch dabei

Teamchef: Philippe Troussier (FRA)

LINKS

Shinji Ono (Feyenoord Rotterdam)

Hidetoshi Nakata
(AC Parma)

Nationaler Verband

KADER:

Tormänner:
Yoshikatsu Kawaguchi (Portsmouth/Eng), Seigo Narazaki (Nagoya Grampus Eight), Hitoshi Sogahata (Kashima Antlers)

Verteidiger:
Yutaka Akita (Kashima), Toshihiro Hattori (Jubilo Iwata), Ryuzo Morioka (Shimizu), Tsuneyasu Miyamoto (Gamba Osaka), Naoki Matsuda (Yokohama Marinos), Koji Nakata (Kashima)

Mittelfeld:
Hiroaki Morishima (Cerezo Osaka), Takashi Fukunishi (Jubilo Iwata), Hidetoshi Nakata (Parma/Ita), Alessandro Santos (Shimizu S-Pulse), Kazuyuki Toda (Shimizu), Tomokazu Myojin (Kashiwa Reysol), Mitsuo Ogasawara (Kashima), Junichi Inamoto (Arsenal/Eng), Shinji Ono (Feyenoord/Ned), Daisuke Ichikawa (Shimizu)

Stürmer:
Masashi Nakayama (Jubilo Iwata), Takayuki Suzuki (Kashima), Akinori Nishizawa (Cerezo Osaka), Atsushi Yanagisawa (Kashima)

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