Costa Rica

25. Mai 2002, 21:19
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Wien - Nicht Mexiko oder die USA holten sich den Gruppensieg in der WM-Qualifikation der CONCACAF-Gruppe, sondern Costa Rica. Die zweite Teilnahme bei einer Fußball-Weltmeisterschaft nach 1990 wurde damit eindrucksvoll unter Dach und Fach gebracht, nun soll so wie vor zwölf Jahren in Italien die erste Turnierphase überstanden werden. In Gruppe C warten Brasilien, die Türkei und China als Gegner.

Professionelle Strukturen

Die Zentralamerikaner zeigten nicht nur in der WM-Qualifikation tolle Form, sondern erreichten 2001 auch das Viertelfinale der Copa America und heuer beim Gold-Cup sogar das Endspiel, in dem erst Gastgeber USA die Erfolgsserie stoppte. Viel hat sich seit dem erstmaligen Erreichen einer WM-Endrunde geändert. Im Verband wurden professionelle Strukturen geschaffen und die Ergebnisse der Nachwuchsteams bestätigen den eingeschlagenen Weg. Bei fünf Junioren-Weltmeisterschaften (1989, 1995, 1997, 1999 und 2001) und vier U17-Weltmeisterschaften (1985, 1995, 1997 und 2001) war Costa Rica mit dabei.

Aus den Erfahrungen in Italien gelernt

Verbandspräsident Hermes Navarro erklärt: "Nach der Weltmeisterschaft in Italien haben wir viele Fehler gemacht. Doch wir haben daraus gelernt." Nun werden Costa-Ricaner als Betreuer eingesetzt, die in Europa ausgebildet wurden und die Wesensart der Spieler verstehen. Dazu gibt es auch ein Projekt, welches den Bau eines neuen Verbandssitzes und eines topmodernen Trainingszentrums vorsieht. Von der FIFA wird dies im Rahmen des Goal-Programmes mit 400.000 US-Dollar (454.391 Euro) unterstützt.

Ex-Rapidler Medford als Gallionsfigur

Eine Verbindung zum Team von 1990 gibt es noch: Rekord-Nationalspieler Hernan Medford. Der mittlerweile 34-jährige Routinier, der in der Saison 1990/91 auch für Rapid stürmte, kämpft jedoch mit Verletzungen. Coach Alexandre Guimaraes hofft aber trotz einer Knie-Operation, der sich der Angreifers im März unterziehen musste, auf seine Genesung. " Darum wurde auf Medford auch bei den Testspielen in Japan und Südkorea verzichtet, bei der Endrunde soll der einzige Bestandteil des WM-Kaders von 1990 zurückkehren. Denn er ist auch die personifizierte Erinnerung an historische Siege: Beim 2:1-Sieg gegen Schweden sorgte er mit seinem Siegestor für die Achtelfinal-Qualifikation in Italien und mit seinem Treffer im Azteken-Stadion endete Mexikos 52 Spiele dauernde Unbesiegbarkeit in Heimspielen in der WM-Qualifikation. (APA)

COSTA RICA:

Dress: rot - blau - weiß

Vorrunden-Gegner: China (4. Juni/in Gwangju), Türkei (9. Juni/Incheon) und Brasilien (13. Juni/Suwon)

Größter Erfolg: Achtelfinale bei der WM 1990 in Italien

WM-Teilnahmen: 2 (1990, 2002)

Qualifikation: Sieger der CONCACAF-Gruppe

Teamchef: Alexandre Guimaraes

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Hernan Medford (Saprissa)

Nationaler Verband

KADER:

Tormänner:
Erick Lonnis (Saprissa), Alvaro Mesen (Alajuela), Lester Morgan

Verteidiger:
Carlos Castro (Alajuela), Harold Wallace (Alajuela), Mauricio Wright (Heredia), Juan Jose Rodriguez (San Carlos), Daniel Vallejo (Heredia), Reynaldo Parks (Saprissa), Jervis Drummond (Saprissa), Gilberto Martinez (Brescia/Ita), Luis Marin (Alajuela)

Mittelfeld:
Wilmer Lopez (Alajuela), Mauricio Solis (Alajuela), Walter Centeno (Saprissa), Rodrigo Cordero (Heredia), Rolando Fonseca (Alajuela)

Stürmer:
William Sunsing (Heredia), Ronald Gomez (Ofi-Crete/Gre), Winston Parks (Udinese/Ita), Paulo Cesar Wanchope (Manchester City/Eng), Steven Bryce (Alajuela), Hernan Medford (Saprissa)

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