Große Spannweite bei Topgagen

20. Oktober 2002, 21:09
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Laut Ergebnis der aktuellen Kienbaum-Studie "Vorstände in Österreich" variieren die Spitzengagen von heimischen Topmanagern enorm. Der Anteil der Bonuszahlungen am Gesamtgehalt liegt im Durchschnitt zwischen 20 Prozent und 50 Prozent.

Vorstände österreichischer Aktiengesellschaften verdienen jährlich im Durchschnitt 268.000 EURO (3,69 Mio. S). In diesem Betrag sind Jahresgrundgehalt sowie allfällige erfolgsabhängige Zahlungen enthalten. Die Spannweite der Bezüge ist in der Praxis sehr groß und reicht von 50.000 EURO (688.000 S) bis 600.000 EURO (8,26 Mio. S).

Dies sind die zentralen Ergebnisse der aktuellen Vergütungsstudie "Vorstands- und Aufsichtsratsgehälter in Österreich" der Kienbaum Management Consultants Wien, die anhand der Vergütungsdaten von 184 österreichischen Aktiengesellschaften mit über 500 Vorstandspositionen erstellt wurde.

"Ausschlaggebend für die Höhe der Vorstandsgehälter ist in erster Linie die Größe des Unternehmens", berichtet Conrad Pramböck, Projektleiter der Studie.

Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten zahlen etwa ihren Vorständen inklusive Erfolgsbeteiligung um rund 30 Prozent höhere Gehälter als der Durchschnitt.

"Das höhere Gehalt drückt unmittelbar die höhere Verantwortung für Beschäftigte und Kapital aus", begründet Pramböck den großen Gehaltsunterschied.

Von besonderer Bedeutung für die Vergütung von Vor-ständen ist die Erfolgsbeteiligung. Über 90 Prozent der Vor-stände verfügen über eine variable Vergütung. Der Anteil der Bonuszahlungen am Gesamtgehalt wächst in der Regel mit der Höhe der Grundbezüge und liegt im Durchschnitt zwischen 20 Prozent und 50 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahr beziehen Vorstandsmitglieder im Schnitt um 6,2 Prozent höhere Bezüge. Zum Vergleich verdienen Führungskräfte auf der ersten Ebene unterhalb des Vorstands Jahresgesamtgehälter in Höhe von durchschnittlich 98.000 EURO (1,352 Mio. S) und konnten ihre Bezüge seit dem Vorjahr um 5,3 Prozent steigern.

Im internationalen Vergleich verdienen österreichische Vorstände im Schnitt deutlich weniger als etwa ihre deutschen Kollegen, was vor allem auf die mittelständische Struktur der österreichischen Wirtschaft zurückgeführt werden kann.

Vorstände von internationalen Konzernen in Deutschland, etwa der Automobilindustrie, erhalten Bezüge von zum Teil deutlich mehr als 1,5 Mio. EURO (20,64 Mio. S). (Der Standard, Printausgabe, red)

Info:
www.kienbaum.at

Die komplette Studie "Vorstände 2000/2001" erhalten Sie um 750 EURO zuzüglich USt. bei: Kienbaum Management Consultants Wien
Tel: (01) 533 51 88
Fax: (01) 533 51 88-40
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