Sammelleidenschaft

26. Mai 2002, 22:37
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Sammeln plus Leidenschaft ergibt Kunst. Laura Kikauka löst das Problem mit dem Wohlstandsmüll, indem sie ihn sammelt - in "Ordnung" bringt und als künstlerische Installation präsentiert.

Erstmals in Wien präsentiert Laura Kikauka ihre "Funny Farm" in der MAK-Galerie.

Das Kunstwerk von Laura Kikauka entstand von 1986 bis 1997 in ihrem Farmhaus in Meaford/Ontario und wurde in Berlin unter dem Namen - Funny Farm East - fortgesetzt. In diesen, mit belanglosen Alltags-Sammelobjekten angehäuften Räumen, lebt und arbeitet die kanadische Künstlerin.

Kikauka dienen Supermärkte, Restpostenläden, Flohmärkte und Müllhalden als Orte für ihre Fundstücke. Sie beschränkt sich jedoch nicht nur auf das Sammeln von "objets trouvés", sondern fügt sie zu, nach bestimmten Kriterien, beispielsweise nach Farben, geordneten "environments" zusammen. Die Dinge verlieren dadurch ihre Gegenständlichkeit und erscheinen in einem ästhetischen Kontext. Die Künstlerin versteht ihre "Funny Farm" nicht ausschließlich als künstlerische Installation, sondern als eine Werkstatt mit unzähligen Ersatzteilen.

Sie besticht durch eine komplexe Ansammlung von scheinbar beliebigen Alltagsgegenständen.

red.

MAK-Galerie
Stubenring 5
1010 Wien
Tel: (+43-1)711 36-0

Ausstellungsdauer:
29. Mai bis 18. August 2002
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