Ältere Mitarbeiter

15. Mai 2002, 13:00
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"Österreichs Arbeitnehmer vergreisen", vermeldete diese Woche Statistik Austria. Anhand der aktuellen Daten lasse sich bereits heute präzise die Bevölkerungspyramide 2021 darstellen. Die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter wird von heuer fünf Millionen bis zum Jahr 2041 auf 4,4 Millionen sinken. Derzeit profitiere Österreich von den "Mittelalten", die das Gros der heimischen Arbeitnehmer darstellen: Sie haben bereits berufliche Erfahrung, sind noch innovationsfreudig, voll Elan und gut eingearbeitet.

Innerhalb von 20 Jahren werde sich dieser Vorteil aber in ein Manko verwandeln, denn dann sei diese größte Arbeitnehmerschicht zwischen 55 und 60 Jahre alt. Und nachrücken werden die immer geburtenschwächeren Jahrgänge, was den Wettbewerb zwischen den berufstätigen Generationen lähmen werde.

Eine Entwicklung, die noch kaum zur Kenntnis genommen wird. Chefstatistiker Ewald Kutzenberger fordert zu zweierlei Maßnahmen auf: den heutigen Mittelbau fit zu machen für lebenslanges Lernen und seitens der Wirtschaft Weiterbildung als etwas Lustvolles vermitteln.

Von Johanna Zugmann
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