Hirnregion bei Meditation inaktiv

11. Mai 2002, 21:12
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Studie: Daraus resultiert das erstrebte Gefühl der Ewigkeit und Endlosigkeit

Heidelberg - In Momenten tiefster religiöser Meditation wird eine Hirnregion in den so genannten Scheitellappen inaktiviert. Aufgabe dieses "Orientierungs-Assoziations-Areals" (OAA) ist es, dem Menschen jederzeit klar zu machen, wo der Körper endet und die äußere Welt beginnt, wie die Zeitschrift "Gehirn & Geist" aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft berichtet. Sie beruft sich auf eine Studie der Universität von Pennsylvania, die die Gehirntätigkeit von betenden buddhistischen Mönchen und katholischen Nonnen radiologisch untersucht hatte.

Den Wissenschaftern zufolge vermittelt der linke Teil dieses Hirnareals das Gefühl für die physischen Grenzen des Körpers. Der rechte Teil verarbeite Informationen über Zeit und Raum. Auch dieser Bezug verschwinde bei Mönchen und Nonnen als Folge fehlender Stimulation des rechten OAA-Bereichs.

Daraus resultiere ein Gefühl der Ewigkeit und Endlosigkeit, das von den Meditierenden als völlig real empfunden werde. Sie würden tatsächlich eins mit dem All, berichtete das Fachblatt. (APA/AP)

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    foto: photodisc
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