Studienbeihilfen deutlich gestiegen

3. Mai 2002, 15:12
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700 Studienbeitrag-Kredite in Anspruch genommen

Wien - Die Zahl der Studienbeihilfen-Bezieher im Wintersemester 2001/02 ist gegenüber dem Jahr davor deutlich gestiegen. 34.328 Studenten an Universitäten oder Fachhochschulen bekommen diese staatliche Förderung, das bedeutet ein Plus um rund ein Fünftel gegenüber 2000/01 (28.796 Bezieher). Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) führt die Steigerung auf Verbesserungen im Studienförderungssystem zurück. Wenig angenommen wurde von den Studenten eine weitere Maßnahme, die im Zuge der Einführung der Studiengebühren angeboten wurde: nur rund 700 Darlehen zur Finanzierung der Studienbeiträge wurden bisher vergeben.

Insgesamt hat die Beihilfenbehörde für den tertiären Bereich (Unis, Fachhochschulen, Pädagogische Akademien, etc.) 33.401 Bewilligungen im Wintersemester ausgesprochen . Gemeinsam mit jenen Studierenden, die im vergangenen Sommersemester für zwei Semester eine Beihilfe genehmigt bekommen haben, ergibt das die aktuelle Bezieherzahl von 38.616. Der Anteil der Beihilfenbezieher unter den Studierenden ist gegenüber dem Vorjahr von knapp 14 auf rund 20 Prozent gestiegen - was allerdings nicht nur mit der Steigerung der Beihilfen-Bezieher zu tun hat, sondern auch mit der deutlich gesunkenen Gesamtzahl der Studenten nach Einführung der Studiengebühren.

Die aktuelle Zahl der Beihilfen-Bezieher liegt deutlich unter der ursprünglichen Prognose, in der zu Beginn des Studienjahres mit rund 41.000 Beziehern gerechnet wurde. Durch die Ausweitung der Fördermittel um 32,7 Mill. Euro auf insgesamt 145 Mill. Euro könnte jeder vierte Student in den Genuss einer Unterstützung kommen. Das Förderungsangebot müsste unter den Studierenden noch stärker bekannt gemacht werden, damit die zur Verfügung stehenden Mittel zur Gänze in Anspruch genommen werden können, erklärte Gehrer. Für die Ministerin sorgen jedenfalls "die umfassende Ausweitung der Förderungen und das Angebot der gestützten Studiendarlehen dafür, dass niemand aus finanziellen Gründen nicht studieren kann".

Die staatliche Unterstützung von Studiengebühren-Darlehen in Höhe von zwei Prozent hat nach Auskunft des Bildungsministeriums ermöglicht, dass fast alle Kreditinstitute Darlehen mit Null Prozent Verzinsung anbieten würden. So wie bei den Beihilfen könnten aber auch bei den Krediten deutlich mehr Studenten von diesem Angebot Gebrauch machen.

Für die Erlangung der Studienbeihilfe ist es noch nicht zu spät. Für das derzeit laufende Sommersemester können Anträge auf Studienförderung noch bis 15. Mai eingebracht werden. Antragsformulare können aus dem Internet heruntergeladen und ausgefüllt per Post an die Stipendienstellen geschickt werden. Eine persönliche Vorsprache ist nicht mehr nötig. Weitere Informationen gibt es unter der Internet-Adresse www.stipendium.at.(APA)

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