Alle Rettungsversuche für Elsa gescheitert

2. Mai 2002, 14:26
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340 Arbeitsplätze gehen duch den Abgang des Hardwareherstellers verloren

Das Hardwareunternehmen Elsa schließt nach hektischen Rettungsversuchen in den vergangenen Tagen nun definitiv seine Pforten. 340 Beschäftigte im Raum Aachen sind davon betroffen. Wie pte berichtete, zogen die Banken im Februar ihre Kreditlinien kurzfristig zurück, woraufhin der Vorstand einen Insolvenzantrag stellte. Am 24. April kündigte der Insolvenzverwalter Thomas Georg das Aus des Unternehmens für 1.Mai an. Einen Tag nach dieser Ankündigung reichte die Dresdner Bank einen zweiten Insolvenzantrag nach. Daraufhin gerieten sowohl Insolvenzverwalter als auch Banken ins Schussfeld der Kritik: Sie hätten eine Rettung in letzter Minute durch einen bereits in Gründung befindlichen Investorenpool verhindert, erklärte der Elsa-Vorstand im Rahmen einer Aussendung.

Vorwürfe

Der zweite Insolvenzantrag der Dresdner Bank habe offensichtlich dem Ziel gedient, die Wirkung einer bis 1. Mai noch möglichen Rücknahme des Insolvenzantrages auf jeden Fall zu unterlaufen, heißt es weiter. Die Europa-Rechtsexpertin Gudrun Seidl erhob in diesem Zusammenhang schwere Vorwürfe: "Großbanken treiben Unternehmen durch Kündigung ihrer Kreditlinien in die Insolvenz, um diese letztlich selbst "preisgünstig" zu übernehmen und dann auch selbst die EU-Subventionen kassieren zu können", meinte sie.

Subventionen

Seidl, die das juristisch-politische Info-Magazin cenjur betreibt, hatte das EU-Parlament in der Causa Elsa eingeschaltet und erfahren, dass für die Elsa AG aufgrund deren "Besonderheit in Europa" Subventionen gezahlt worden wären. Das EU-Parlament werde den Fall im Mai besprechen. (pte)

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