Vom gefürchteten Feind zum gerne bereisten Gastgeber

1. Mai 2002, 10:00
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Ausstellung in Forchtenstein widmet sich dem Wandel des Osmanischen Reiches

Eisenstadt- Die Sonderausstellung "Alla Turca - Orient und Okzident auf Burg Forchtenstein" öffnet am Freitag (3. Mai) ihre Pforten. Kostbare Ausstellungsstücke aus den Esterhazy'schen Sammlungen und attraktive Leihgaben namhafter europäischer Museen - auch aus Ungarn - belegen den Wandel des Osmanischen Reiches vom gefürchteten Feind zum beliebten Reiseziel von heute. Ein umfangreiches Rahmenprogramm auch für Kinder begleitet die Sonderschau, die von der Esterhazy Privatstiftung ohne öffentliche Mittel, aber mit Unterstützung privater Sponsoren organisiert und finanziert worden ist. Geöffnet ist "Alla Turca" bis 29. September täglich von 9 bis 17 Uhr.

"Der 150 Jahre dauernde Einfluss des Osmanischen Reiches auf Teile Europas bescherte der Bevölkerung politische und religiöse Repressionen, aber auch die kulturelle Vielfalt eines internationalen Völkergemischs", erklärt Generaldirektor Stefan Ottrubay.

"Türkenbeute"

Ein weiterer Umstand, der die Idee zur "Alla Turca"-Ausstellung reifen ließ, war die Neupräsentation des kostbaren osmanischen Prunkzeltes. Dieses herausragende Stück aus der so genannten Türkenbeute in der Schatzkammer von Burg Forchtenstein ist in zweijähriger aufwändiger Arbeit restauriert worden.

Parallel zur Sonderausstellung wird den Besuchern eine Reihe unterhaltender Veranstaltungen geboten, vom Kinderprogramm "Direklik und Tulpenzwiebel" über eine Modenschau mit historischen Prunkgewändern aus dem 19. Jahrhundert bis zu Teppichseminaren sowie Musik und Kulinarischem. (APA)

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