Ein Kraut für jeden Anlass

4. April 2003, 12:43
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Salbei galt lange Zeit - wie viele Gewürze - geradezu als Allheilmittel, seine kulinarischen Vorzüge wurden erst spät erkannt.

Salbei stammt aus dem Mittelmeerraum, ist aber auch in weiten Teilen Asiens verbreitet. Schon die alten Römer haben Salbei als besonderes Heilmittel geschätzt. Salbei galt als Allheilmittel. Chinesen tauschten im 17. Jahrhundert für eine Kiste Salbei drei Kisten Tee ein. Sie hielten Salbei für lebensverlängernd. Erst im Mittelalter wurde Salbei als Gewürz in der Küche verwendet.

Salbei wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend und schweisshemmend. Letzteres macht Salbeitee in den Sommermonaten zu einem angenehmen Begleiter mit nützlichen Nebenwirkungen. Auch gegen Zahnfleischentzündungen eignet sich eine Salbeitinktur sehr gut. Bei Halsschmerzen hilft Gurgeln mit Salbeitee.

Salbeitee:
Salbeiblätter, frisch oder getrocknet, mit heißem Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen, danach abseihen. Dieser Tee hält sich bis zu zwei Wochen.

Salbei sollte man in der Küche am besten frisch verwenden, denn nur die frischen Blätter haben das herbduftige Aroma. Salbei ist ein intensives Gewürz. Er entfaltet sein Aroma übrigens am besten, wenn er in Fett mitbrät. Natürlich ist Salbei zu den unterschiedlichsten Gerichten zu verwenden, besonders gut passt er jedoch in die leichte, mediterrane Küche. Ob schlicht mit zerlassener Butter oder in einer Weißwein-Lemonensoße, kann er ein wunderbarer, intensiver Geschmacksträger sein. Am bekanntesten ist wohl die italienischen Spezialität Saltimbocca, Kalbsschnitzel mit Salbei und Parma-Schinken.

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