Das Blümlein Wunderschön

4. April 2003, 12:32
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So bekannt diese liebliche Blume ist, so wenig weiß man über die in allen Pflanzenteilen reichlich enthaltenen Wirkstoffe.

In der Antike war das Veilchen sogar eine heilige Blume. Es war dem Gott Pan geweiht und zu Ehren des Saturn wurden Veilchenkränze auf dem Kopf getragen. Im 19. Jahrhundert kandierte man zwar Veilchen als eine raffinierte Spezialität für Gutbetuchte, dass aber Veilchentee und Veilchensirup ein vorzügliches Hustenmittel sogar bei Keuchhusten sind, ist in Vergessenheit geraten.

Veilchen wachsen bevorzugt auf schattigen Wiesen, an Zäunen, Hecken und an Waldrändern. Sie haben einen ausdauernden Wurzelstock, der sich von Jahr zu Jahr mehr ausbreitet. Im zeitigen Frühjahr spriessen die herzförmigen Blätter und von März bis April blüht die Pflanze.

Innerlich wird Veilchen vorwiegend als Tee (Aufguss) bei Husten und Bronchitis. Weil das Veilchen auch schweisstreibend wirkt, ist es auch förderlich bei fieberhaften Erkältungen. Äusserlich kann man man Veilchen-Tee bei allen Arten von Hautentzündung als Bad oder Kompresse einsetzen. Das wohlriechende Veilchen wird zur Herstellung von Hautlotionen und Salben verwendet. Fussbäder mit einem Absud aus Veilchenwurzel verhelfen zu ruhigem Schlaf.

Tipp
Wohlriechendes Hautöl

1 Liter frische Veilchenblüten
250 ml Sonnenblumenöl

Veilchenblüten mit dem Öl 45 Minuten bei schwacher Hitze köcheln. Erkalten lassen. Mischung in ein Glas geben und 4 Tage in die Sonne stellen. Öl durch ein Tuch filtern und in dunkle Flaschen abfüllen. Luftdicht verschliessen und an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren.(red)

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