Google legt die Karten auf den Tisch

Redaktion, 13. April 2002 16:19

Suchmaschinen Betreiber veröffentlichen Scientology-Forderungen

Vor rund einem Monat mussten die Betreiber der Suchmaschine Google auf Druck von Scientology einige Scientology kritische Seiten aus ihrem Register nehmen (Der Webstandard berichtete) . Die beanstandeten Seiten von Xenu.net sollen Copyright Verletzungen im Sinne des Digital Millennium Copyright Act begangen haben. Einige der Seiten wurden allerdings schnell wieder in den Google Index aufgenommen.

Forderungen im Netz

Nun hat Google einige dieser Forderungen Scientologys weitergeleitet - an die Betreiber der Internetsite Chillingeffects.org . Chillingeffects.org hat es sich zum Ziel gemacht, die amerikanischen User über ihre Rechte auf Grund des First Amendments aufzuklären. Auf dieser Seite können nun die Forderungen von Scientology im Originalwortlaut nachgelesen werden.(Teil I,Teil II,Teil III)

Ein Balanceakt

Google-Sprecher David Krane erklärte, berichtete der Newsdienst Newsbytes, dass Google eine Balance zwischen den Rechten der Copyrightinhaber und den Usern herstellen möchte. Wenn nun Google bestimmte Suchergebnisse auf Grund von Beschwerden, die auf den Digital Millennium Copyright Act beruhen, nicht auflisten darf, sollen das die User auch wissen.

Cindy Cohn, der Legal Director der Electronic Frontier Foundation (EFF) und einer der Gründer von Chillingeffects.org, begrüßt Googles Entscheidung, diese Briefe der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dadurch werde die Unabhängigkeit der Seite gestärkt.

Googles offizielle Haltung

Zusätzlich veröffentlich Google in einer Art Grundsatzerklärung die offizielle Haltung gegenüber des Digital Millennium Copyright Act und die Verplichtungen, die daraus entwachsen. Weiters wird auf dieser Seite erklärt, wie man Google von möglichen Copyright-Verletzungen informiert, Website-Betreibern wird aber auch Hilfe angeboten, sich gegen diese so genannten "infringement claims" zu schützen. (red)

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