"Showtime": Polizisten im Container

27. Juli 2004, 17:20
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Eddie Murphy und Robert De Niro in einem milde satirischen Buddy-Movie

"Get a real job!", ruft der altgediente Cop (Robert De Niro) noch einem Sensationsreporter zu, um nur kurze Zeit später - strafbedingt - selbst Held einer Reality-TV-Serie zu sein. Seinem mediengeilen, aber wenig kompetenten Partner Eddie Murphy gefällt es hingegen, dass er von nun an mit ehrlicher Arbeit auch berühmt werden kann - und einen eigenen Container erhält.

Showtime, inszeniert von Tom Dey, vereint ein Buddy-Movie-Konzept mit einer halbherzigen Satire auf jüngere TV-Erfolgsformate. Wie schon in Deys ungleich witzigerem Debüt Shang-High Noon steht in diesem Genre-Crossover weniger die formelhafte Erzählung im Vordergrund als der Kontrast im Spiel der Stars:

Während Murphy seine Routinen im Stile des Beverly Hills Cop variiert, gibt De Niro den grantigen Veteranen, der vor der Kamera versagt - zu viel mehr als ein paar gelungenen Soli und einem Gastauftritt von William Shatner alias T. J. Hooker reicht es in dieser Show dennoch nicht.

Foto: Warner
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12. 4. 2002)
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