"Frauen sind wirtschaftliche Akteurinnen!"

24. Juni 2002, 10:03
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Die Frauenakademie der katholischen Sozialakademie startet ihren ersten Lehrgang ab Herbst 2002: Frauen und Ökonomie

Frauen erfahren die unmittelbaren Auswirkungen unseres Wirtschaftssystems und der zu Lasten von Frauen gehenden Arbeitsteilung. Der erste Lehrgang der frauenakademie der Katholischen Sozialakademie Österreichs (ksoe) ist ein Ort, an dem Alternativen zu den vorliegenden Wirtschaftskonzepten vorgestellt und nachhaltige Gegenstrategien entwickelt werden. Der herkömmliche Umgang mit ökonomischen Fragen wird dabei kritisch analysiert und feministisch orientierte neue Wege des Wirtschaftens kennengelernt.

Geld und Leben. Ökonomische Kompetenzen für soziales Handeln

Der erste Lehrgang der "frauenakademie" mit dem Titel "Geld und Leben. Ökonomische Kompetenzen für soziales Handeln" beginnt am 22. November 2002. Der Lehrgang ist zweijährig und umfasst in diesem Zeitraum sieben Wochenenden und zwei Sommerwochen. Die meisten Treffen finden im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg statt.

Kompetente Begleiterinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Banken, Organisationsentwicklung u.a. unterstützen die Teilnehmerinnen bei ihrem selbstbestimmten Lernen. Abgeschlossen wird die frauenakademie mit einem Zertifikat.

Jeder Lehrgang der frauenakademie der Katholischen Sozialakademie Österreichs ist ein längerer begleiteter Prozess, der Selbststudium, Lerngruppen und Reflexion umfasst. Körperarbeit, szenisches Arbeiten und systemische Aufstellungen gehören ebenfalls zu den angewandten innovativen Methoden. Das Achten auf die Einheit von Körper, Gefühl und Verstand ermöglicht soziales Handeln, das sowohl lustvolle Provokation als auch zähe Durchhaltearbeit sein kann.

Offen für alle Frauen

"Geld und Leben" möchte Frauen ansprechen, die für ihr soziales und politisches Engagement eine qualifizierte Weiterbildung suchen. Dabei sind ganz besonders Frauen angesprochen, die sich im Bereich von Non-Profit-Organisationen ökonomiekritisch engagieren und Bedarf nach ökonomischem Basiswissen haben. Weiters Frauen, die in der Privatwirtschaft, im öffentlichen Dienst, in politischen Institutionen arbeiten und Bedarf nach alternativem Wissen über Konzepte von "Weiberwirtschaft", feministischer Ökonomie etc. haben.

Umsetzung in konkreten Praxis-Projekten

Im zweiten Lehrgangsjahr werden die Frauen bei der Ausarbeitung von praxisorientierten Projekten unterstützt: Dabei sollen die erarbeiteten Inhalte auf die Bereiche, in denen die Teilnehmerinnen tätig sind, konkret angewandt werden.

Die frauenakademie der Katholischen Sozialakademie Österreichs wird in Kooperation mit betrifft:frau Salzburg und weiteren PartnerInnen organisiert.

frauenakademie - eine neue Institution

Für die von Frauen gesetzten Initiativen in Hinblick auf gesellschaftliche und politische Veränderungen sind vielfältige Kompetenzen gefordert: Politisch, ökonomisch, rechtlich, sozial, persönlich. Diesen Anforderungen will die neu gegründete frauenakademie der Katholischen Sozialakademie Österreichs in Form von Lehrgängen mit unterschiedlichen Schwerpunkten gerecht werden. 2002 bis 2004 ist der Schwerpunkt "Ökonomie". Weitere Lehrgänge zu anderen Schwerpunktthemen sind bereits geplant. (ksoe/red)

Weitere Informationen:
ksoe
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