Verzögerung der Sanierungen bedroht Spielbetrieb
Wien - Die nachdrücklichen Warnungen, die der Direktor des Österreichischen
Filmmuseums, Alexander Horwath, schon mehrmals hinsichtlich der dringend notwendigen bauliche Sanierung des Filmmuseums
ausgesprochen hat (siehe etwa den STANDARD-Artikel vom 15. März), wurden von offizieller Stelle offensichtlich weiterhin ignoriert.
In der
neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" sieht nun Horwath
seine Institution "aus zwei Gründen am
Limit: einerseits durch die Überalterung, andererseits durch den
Druck der angrenzenden Großbaustelle, der die fragile technische
Balance nun zum Kippen bringt".
Die Wände zeigen Spuren von Wasserschäden, von den Decken bröckelt
Schutt und die Verkabelung stammt zum Teil noch aus den fünfziger
Jahren. Seit einiger Zeit kommt es daher, so Horwath, zu fallweisen
Unterbrechungen der Stromversorgung und verzögerten Filmvorführungen.
Von der derzeit laufenden Sanierung der Albertina profitiert das
Filmmuseum nicht, dessen knapp 400 Quadratmeter bleiben, wie bekannt, ausgespart.
Ein auf 1,8 Mio. Euro kalkuliertes Sanierungskonzept liege Bund
und Stadt Wien seit Monaten vor, und Horwath fordert nun Taten.
Techniker und Architekten hätten bestätigt, dass es vernünftig und
kostengünstig wäre, die Sanierung im Zusammenspiel mit den
Albertina-Bauarbeiten im Sommer durchzuführen. Andernfalls sei eine
Schließung des Filmmuseums nicht auszuschließen. Horwath: "Mit der
derzeitigen technisch-baulichen Substanz können wir eine Fortsetzung
des Spielbetriebs jedenfalls nicht mehr garantieren." (APA)