Deutsche Friedensbewegung setzt Ostermärsche fort

31. März 2002, 17:27
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Rückzug der Bundeswehr gefordert

Frankfurt/Main - An den Ostermarsch-Aktionen der deutschen Friedensbewegung gegen Krieg und Terror haben sich auch am Sonntag Tausende Menschen beteiligt. Zu einer Protestwanderung zum Bombenabwurfplatz nahe dem brandenburgischen Wittstock kamen nach Angaben der Veranstalter mehrere tausend Demonstranten. Unter ihnen war auch der Vorsitzende der Grünen, Fritz Kuhn.

Weitere Schwerpunkte der Aktionen bildeten am Ostersonntag der Ruhr-Ostermarsch von Essen nach Bochum und die Leipziger Fahrradstafette, die nach Angaben des Ostermarschbüros in Frankfurt am Main jeweils mehrere hundert Menschen auf die Straße brachten. Zudem gab es einen gut besuchten Eifel-Osterspaziergang durch Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Ostbelgien.

Das Frankfurter Ostermarschbüro zog eine positive Bilanz der Aktionen, die am Karfreitag begonnen hatten. An den drei Tagen habe es in 50 Städten Osteraktionen gegeben. "Dies zeugt von einer lebendigen Protestbewegung gegen den Krieg", sagte Sprecher Willi van Ooyen. Die Beteiligung sei insgesamt reger geworden. Es seien mehr jüngere Teilnehmer als im Vorjahr dabei gewesen. Zum Abschluss der Aktionen am Ostermontag sind größere Kundgebungen in Berlin, Frankfurt am Main und Hamburg angekündigt.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Ostermärsche steht der Protest gegen den "Krieg gegen den Terrorismus". Die Friedensbewegung verlangt, die Bundeswehr solle sich aus den "Kriegsaufmarschgebieten" der USA zurückziehen. Statt uneingeschränkte Solidarität mit der US-Politik zu zeigen, müsse die Bundesregierung zur Deeskalation beitragen.(APA/dpa)

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