Reaktionen: "Charme, Pflichtbewusstsein und Lebensfreude"

31. März 2002, 13:55
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Tony Blair: "Sie war ein Symbol für Rechtschaffenheit und Mut"

London - Nach dem Tod der britischen Königinmutter, die am Samstag im Alter von 101 Jahren gestorben ist, haben Staatsoberhäupter und Regierungschefs aus aller Welt der königlichen Familie in Großbritannien kondoliert. Im Folgenden wichtige Reaktionen:

Der britische Premierminister Tony Blair würdigte "Queen Mum" als "Symbol für Rechtschaffenheit und Mut". "Sie war ein Teil dessen, was unsere Nation zusammenhält, und wir waren ungemein stolz auf sie." Im Laufe ihres "langen und außergewöhnlichen Lebens" sei sie wegen ihres "Charmes, ihres Pflichtbewusstseins und ihrer Lebensfreude" von Jung und Alt auch über die britischen Grenzen hinweg bewundert worden. Mit ihrer Weigerung, trotz der deutschen Angriffe im Zweiten Weltkrieg ihre Untertanen nicht im Stich zu lassen, habe sie "ihren unbezähmbaren Geist" unter Beweis gestellt.

US-Präsident George W. Bush äußerte sich auf seiner Ranch in Crawford im US-Bundesstaat Texas "tief traurig" über den Tod der Königinmutter. Der deutsche Bundespräsident Johannes Rau nannte die Königinmutter eine "große Frau", die "in ihrem langen Leben für viele Menschen, nicht nur in Großbritannien, zum Vorbild" geworden sei.

UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte, er teile die Trauer des britischen Volkes. "Während ihres langen Lebens hat sie sich mit ihrem Mut, ihrer Liebenswürdigkeit und ihrem ungebrochenen Optimismus einen besonderen Platz im Herzen unzähliger Menschen erobert, nicht nur in Großbritannien, sondern überall auf der Welt."

Der russische Ministerpräsident, Wladimir Putin, sprach Königin Elizabeth II. seine "tiefstes Beileid" aus. Dem russischen Volk sei die Königinmutter wohlbekannt gewesen, und es habe ihren Beitrag zur Anti-Hitler-Koalition und ihr Bemühen um engere Verbindungen zwischen Großbritannien und Russland während des Zweiten Weltkriegs "hochgeschätzt".

Frankreichs Premierminister, Lionel Jospin, nannte die Königinmutter "eine königliche Persönlichkeit, für die die Briten enorme Zuneigung" empfänden und die Franzosen "großen Respekt". Der kanadische Premierminister, Jean Chretien, sagte, Queen Mum sei der "Prüfstein zeitloser Werte" gewesen.

Australiens Premierminister, John Howard, erinnerte an die Rolle der damaligen Königin während des Zweiten Weltkriegs, als "Großbritannien, Australien und wenige andere Länder allein gegen den Ansturm der Nazis dastanden". "Sie war in jeder Hinsicht eine große und gütige Dame, die in Australien mit tiefer Zuneigung und Respekt betrachtet wird."

Auch Walter Schwimmer, Generalsekretär des Europarates, kondolierte. Die "Queen Mum" sei von vielen Menschen geliebt worden, hieß es in einem Schreiben Schwimmers. "Es war sehr traurig, die Nachricht über ihren Tod zu hören." (APA)

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