Freude in Favoriten

30. März 2002, 21:34
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Die Austria konnte beim 3:0 gegen eine harmlose Sturm seit langem wieder einmal überzeugen

Wien - Sechs Tage nach dem 2:1-Erfolg in Graz panierte die Wiener Austria Sturm auf dem Horr-Platz klar mit 3:0. Das Team von Didi Constantini konnte erstmals seit geraumer Zeit wirklich überzeugen, die Gäste präsentierten sich in trauriger Verfassung.

Paul Scharner brachte die Austria mit seinem ersten Bundesliga-Treffer (9.) in Führung, danach trafen die erst kurz davor eingewechselten Christian Mayrleb (40.) und Roland Linz (79.). Die Wiener überholten damit Salzburg und stieß auf Rang fünf vor, unverändert drei Zähler hinter den viertplatzierten Kärntnern und wahrte die Anwartschaft auf einen Europacup-Platz.

Der erste Sieg in Graz nach siebeneinhalb Jahren brachte offenbar viel Selbstvertrauen, die Austria spielte wie aus einem Guss, laufstark und aggressiv. Die von Ratajczyk organisierte Abwehr stand sicher, das Vierer-Mittelfeld erstickte Grazer Angriffsbemühungen schon im Ansatz und deckte die Flanken ab, die Offensiven Wagner und Janocko sorgten hinter Rushfeldt stets für Gefahr. Die Führung allerdings erzielte Scharner, er ließ nach Idealpass von Wagner Torhüter Sidorczuk keine Chance.

Osim rührte um

Sturm kam in der ersten Hälfte durch Schüsse von Vastic (28.) und Neukirchner (43.) nur zu zwei bescheidenen Chancen. In der Pause reagierte Sturm-Trainer Ivica Osim. Mit einem Dreifach-Tausch, eine Seltenheit bei Osim, wollte er für frischen Wind sorgen. Osim mischte die Mannschaft kräftig durch, brachte mit Haas, Mujiri und Rojas neue Offensivkräfte (für Bosnar, Dag und Wetl) und beorderte Kapitän Vastic auf die Libero-Position.

Sturm hielt nun besser mit, gefährden konnte man die Austria aber nicht wirklich. Die größte Chance, als Amoah alleine vor Torhüter Mandl aus kurzer Distanz drüber schoss, war auch nicht herausgespielt, sondern ergab sich nach einem schweren Schnitzer von Troyansky (69.). Auf der anderen Seite durfte auch der zweite Wechselspieler jubeln. Drei Minuten, nachdem Linz für Rushfeldt aufs Feld gekommen war, traf der Neo-Teamspieler nach schwerem Panadic-Fehler zum 3:0-Endstand. (APA/red)

  • Austria Wien - Sturm Graz 3:0 (2:0)
    Horr-Stadion, 6.000, Lehner.

    Torfolge: 1:0 ( 9.) Scharner 2:0 (40.) Mayrleb 3:0 (79.) Linz

    Austria: Mandl - Dospel, Ratajczyk, Troyansky - Hopfer (37. Mayrleb), Scharner, Pavlovic, Ledwon - M. Wagner (81. M. Hiden), Janocko - Rushfeldt (76. Linz)

    Sturm: Sidorczuk - G. Korsos, Panadic, Bosnar (46. Haas) - Masudi, Strafner, Wetl (46. Mujiri), Dag (46. Rojas), Neukirchner - Amoah, Vastic

    Gelbe Karten: Ratajczyk, Janocko bzw. Masudi, Vastic, Strafner

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