Aznar: Israel gewinnt nichts mit Demontage Arafats

30. März 2002, 14:35
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EU-Ratsvorsitzender: Keine Lösung ohne Palästinenser-Führung

Madrid - Nach Ansicht des spanischen Ministerpräsidenten und amtierenden EU-Ratsvorsitzenden Jose Maria Aznar trägt die israelische Belagerung des Hauptquartiers des palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat in Ramallah zu einer Verschlimmerung der Lage bei. Israel werde aus einer Zerstörung der palästinensischen Autonomiebehörde unter Führung Arafats keinen Gewinn ziehen, sagte Aznar am Samstag in der südspanischen Stadt Sanlucar de Barrameda. Die Lage sei ohnehin von hoher Instabilität gekennzeichnet, eine enorm hohe Anzahl Menschen sei bereits getötet worden.

Der Weg aus dem Konflikt führe über die Ausrottung terroristischer Gewalt und einen Waffenstillstand. Dafür müsse gemeinsam mit der Autonomiebehörde als legitimer Vertretung des palästinensischen Volks die Basis geschaffen werden. Am Freitag hatte Spanien im Namen der EU ein Ende der israelischen Angriffe auf das Hauptquartier Arafats und den Rückzug der Armee aus Ramallah gefordert. Spanien hat derzeit die Ratspräsidentschaft der EU inne. (APA/AP)

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    Jose Maria Aznar

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