Wieder Schießereien in Ramallah

30. März 2002, 14:36
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Selbstmordanschlag verhindert - Fatah: Israelische Armee spielt mit dem Feuer

Ramallah/Tel Aviv/Gaza - In der palästinensischen Verwaltungshauptstadt Ramallah im Westjordanland ist es am Samstagnachmittag wieder zu Schießereien zwischen militanten Palästinensern und israelischen Besatzungssoldaten gekommen. 36 Stunden nach ihrem Einmarsch belagerte die israelische Armee weiterhin das Büro von Präsident Yasser Arafat, der in seinem Amtssitz völlig von der Außenwelt abgeschnitten ist. Arafats Fatah-Organisation rief unterdessen zu verstärkten Angriffen auf Besatzungssoldaten und jüdische Siedler auf.

Nach israelischen Angaben nahmen Soldaten zwei seit längerem gesuchte Extremisten fest, die für eine Reihe von Terroranschlägen in Israel verantwortlich gemacht werden. Außerdem verhafteten sie nach israelischen Angaben ein führendes Gründungsmitglied der radikalen Hamas-Organisation.

Im israelisch-palästinensischen Grenzgebiet verhinderte ein israelischer Grenzpolizist am Nachmittag vermutlich einen neuen Selbstmordanschlag. Bei der Kontrolle eines palästinensischen Fahrzeugs bei Baka el Garbieh (Zentral-Israel) feuerte einer der Insassen auf die Beamten und tötete einen von ihnen. Bei der folgenden Schießerei wurde einer der Palästinenser erschossen, der andere löste eine Explosion aus, die das Fahrzeug völlig zerstörte.

In einer Fatah-Erklärung hieß es unterdessen, alle nationalistischen und islamistischen Gruppen seien aufgerufen, "zuzuschlagen und ihre Angriffe auf bewaffnete Besatzungstruppen und ihre Siedler" zu verstärken". Die Fatah warf der israelischen Armee vor, sie spiele "mit dem Feuer". (APA/dpa)

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