Miami: Federer schlägt Hewitt

30. März 2002, 22:14
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Mit einem klaren 6:3, 6:4 Erfolg über die Nummer eins steht der Schweizer erstmals in einem Master-Series Endspiel

Miami - Roger Federer sorgte bei den Nasdaq-100 Open in Miami für eine Überraschung: Der 20-jährige Schweizer, als Nummer zwölf gesetzt, bezwang im Halbfinale des mit 3,575 Millionen Dollar dotierten Turniers den topgesetzten Australier Lleyton Hewitt mit 6:3,6:4 und trifft nun im Finale auf den Amerikaner Andre Agassi. Nach nur 88 Minuten stellte ein überglücklicher Federer fest: "Ich habe noch nie eine Nummer eins geschlagen, das ist wirklich ein spezieller Moment für mich."

Federer verlor bisher keinen Satz

Der Siegeszug des in Basel geborenen Federer ist imponierend. Ohne Satzverlust zog er in Florida in sein erstes Finale bei einem Turnier der Masters-Series ein. Was noch viel beeindruckender ist: Federer brachte im Verlauf der Konkurrenz alle seine 40 Aufschlag-Games durch, nicht einmal Hewitt, der wohl beste Rückschläger, schaffte ein Break.

"Dieses Jahr kann er den ganz großen Durchbruch schaffen", so Hewitt nach dem Match anerkennend, "ob es für die Top vier oder fünf reicht, ist eine andere Frage." Hewitts Siegesserie von 22 Matches auf US-Hardcourts wurde damit beendet und die Hoffnungen des Australiers auf sein erstes Miami-Endspiel vertagt.

Der 1,85-m-Mann Federer hatte erstmals im Vorjahr in Wimbledon für Schlagzeilen gesorgt, als er Pete Sampras die erste Niederlage auf dem "heiligen Rasen" nach 31 Siegen hintereinander zufügte. Er scheint ein Spezialist für solche Fälle zu sein.(APA/dpa/Reuters)

  • Roger Federer (SUI-12) - Lleyton Hewitt (AUS-1) 6:3,6:4

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