Mobiles Büro im Hemdtaschenformat

29. März 2002, 22:52
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Treo paart Organizer und Handy - Der neue PDA im Test

Drei in einem - ein digitaler Begleiter für mobile Anwender, der gleichzeitig Büroprogramme (Adressbuch, Kalender, Notizblock), Internet und E-Mail-Zugang enthält und noch ein Mobiltelefon unter der Haube hat, wurde vom US-Hersteller Handspring zur CeBIT 2002 in Hannover erstmals in Europa offiziell präsentiert. Der Treo Communicator ist seit der Vorwoche auch in Wien erhältlich. DER STANDARD hat das Gerät getestet.

Multifuktional

Vom Optimum eines All-in-One-Geräts, das gleichzeitig in Gewicht, Format, Design und Preis anspricht, ist Handspring mit dem Treo nicht mehr weit entfernt. Als besonderes Merkmal des nur 160 Gramm schweren PDA fällt neben dem integrierten Dualband-Handy (900 bzw. 1800 Megahertz), dem aufklappbaren Deckel (in dem sich der Telefon-Lautsprecher befindet) die Tastatur auf. Die Miniaturtasten sind allerdings der Feind kräftiger Finger und langer Fingernägel. Wer darauf verzichten will, kann das Gerät auch ohne Tastatur beziehen.

PalmOS

Programme und Navigation entsprechen den Taschen-PCs von Weltmarktführer Palm, von dem das Betriebssystem Palm OS stammt. Per Stift können etwa über den berührungsempfindlichen Bildschirm Adress- oder Kalenderdaten eingetragen werden. Vier Knöpfe am unteren Geräterand geben schnellen Zugang zum Telefonmenü, Kalender, SMS-Menü oder Internet. Wahlweise kann der Nutzer über Freisprecheinrichtung oder Kopfhörerset telefonieren.

GPRS

Zwei Schwachstellen: Der Treo ist noch nicht GPRS-fähig, Surfen im Internet ist deshalb sehr langwierig. Im Verlauf des Jahres soll GPRS nachgerüstet werden können. Das zweite Manko, ein Problem für Farbverwöhnte, ist der Bildschirm: Je nach Lichteinfall ist die schwarze Schrift auf grünem Grund im Vergleich zu Farbdisplays nur schwer zu entziffern. Auch hier soll für Abhilfe gesorgt werden: Im Sommer soll der Treo mit Farbanzeige auf den Markt kommen. Derzeit ist das Gerät in Österreich nur bei Jarosch Mobile Computing in Wien um 799 Euro erhältlich. (Thomas Jäkle / DER STANDARD Printausgabe, 30./31. März 2002)

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