US-Konjunktur gewinnt an Fahrt

29. März 2002, 16:06
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IWF will Wachstumsprognose für US-Wirtschaft deutlich anheben

Washington/Hamburg - Die US-Konjunktur kommt immer besser auf Touren. So ist die amerikanische Wirtschaft im vierten Quartal 2001 mit einer hochgerechneten Jahresrate von 1,7 Prozent schneller gewachsen als bisher angenommen. Die US-Regierung hatte am Donnerstag die Zahlen zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Schlussquartal 2001 nach oben korrigiert. In der letzten Schätzung im Februar war das Ministerium noch von 1,4 Prozent Wachstum ausgegangen. Es war der höchste Zuwachs in einem Jahr.

Verbraucherausgaben steigen

Am Freitag teilte das Handelsministerium in Washington mit, dass die persönlichen Einkommen und die Verbraucherausgaben in den USA im Februar um jeweils 0,6 (Jänner: 0,5) Prozent gestiegen seien. Es ist das stärkste monatliche Wachstum der Verbraucherausgaben seit Oktober 2001 und der größte Zuwachs der persönlichen Einkommen seit 14 Monaten.

Das höhere Wachstum im 4. Quartal beruhte vor allem auf höheren Ausgaben der Verbraucher und der Regierung, hieß es in Washington. Die Wirtschaft werde schneller wachsen als es alle erwartet hätten, zitierte die Wirtschaftsagentur Bloomberg den Experten Christopher Low der First Tennessee Bank in New York. Im 3. Quartal 2001 war das BIP um 1,3 Prozent zurückgegangen. "Die Rezession ist vorbei", sagte William Sullivan von der Investmentbank Morgan Stanley Dean Witter.

IWF hebt Wachstumsprognose an

Von der positiven Entwicklung ist auch der Internationale Währungsfonds (IWF) überzeugt. Er will nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" seine Wachstumsprognose für die US- Wirtschaft für 2002 deutlich anheben. Er erwarte ein Wachstum um 2,2 Prozent, nachdem im Herbst noch 0,7 Prozent vorhergesagt worden waren. Für das kommende Jahr werde mit einem Wachstum um 3,4 Prozent gerechnet, schreibt das Magazin in seiner jüngsten Ausgabe. Die IWF-Studie solle Mitte April veröffentlicht werden. Der wichtige Verbraucherindex der Universität von Michigan stieg unterdessen auf ein 15-Monats-Hoch mit 95,7 Punkten im März nach 90,7 Punkten im Februar.

Getrübt wurden die guten Daten am Donnerstag allerdings durch einen Anstieg der Arbeitslosenanträge in der vergangenen Woche. Die Erstanträge stiegen nach Angaben des Arbeitsministeriums um 18.000 auf 394.000. Experten hatten 373.000 Neuanträge erwartet. (APA/dpa)

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