IAEO-Direktor bewertet Irak-Inspektion positiv

29. März 2002, 12:29
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"Aktionsplan zum Kampf gegen Nuklearterrorismus" mit Interventionsmechanismus beschlossen

Wien - "Positive Ergebnisse" registriert der Generaldirektor der internationalen Atomenergieorganisation (IAEO), Mohamed El Baradei, nach der Auswertung einer jüngsten Inspektionstour von IAEO-Experten im Irak. Das Team habe dabei eine Anlage im Süden Bagdads kontrolliert, in der sich angereichertes Uran befindet, und dabei keinerlei Veränderungen feststellen können, erklärte El Baradei gegenüber dem "BBC Arabic Service". Er schränkte allerdings ein, es habe sich bei der begrenzten Mission nicht um einen Ersatz für die Verpflichtung des Irak gehandelt, UNO-Waffenkontrollore ins Land zu lassen.

Die nächste Runde der diesbezüglichen Verhandlungen zwischen UNO-Generalsekretär Kofi Annan und dem irakischen Außenminister Naji Sabri sei für den 18. und 19. April in New York anberaumt, bestätigte der ägyptische IAEO-Chef.

El Baradei berichtete auch vom Beschluss des IAEO-Gouverneursrates über einen "Aktionsplan zum Kampf gegen Nuklearterrorismus" angesichts der Teroranschläge vom September des Vorjahres. Der Plan ziele darauf ab, die Sicherheit von Kernkraftwerken und anderen Anlagen mit Nuklearmaterial gegenüber etwaigen terroristischen Attacken zu verstärken. Der Plan soll laut Baradei auch von einem Interventionssystem flankiert werden, um unverzüglich auf terroristische Bedrohungen jeglicher Nuklearanlage auf dem gesamten Globus reagieren zu können. (APA)

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