Atypische Beschäftigte verdienen "beschämend wenig"

29. März 2002, 11:36
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Studie: 37 Prozent verfügen lediglich über ein Einkommen unter 625 Euro im Monat

Wien - "Beschämend wenig" verdienen so genannte atypisch Beschäftige, sagt Andreas Riesenfelder von der "L&R Sozialfoschung" und fordert Abhilfe. Um aber den wirklich Betroffenen helfen zu können, und nicht jenen, die "nur" einen Zuverdienst suchen, sei es notwendig, ab sofort bei jeder dieser Untersuchungen zwei Kategorien einzuführen: Jene Menschen, die davon leben müssen, weil sie keine andere Arbeit finden und die anderen, die ihr Einkommen aufbessern wollen.

Eine solche differenzierte Betrachtungsweise gibt es in den zahlenmäßigen Berechnungen (noch) nicht. Die im Auftag des Wirtschaftsministeriums erstellte L&R-Studie, die jetzt in einer Langfassung vorliegt, zeigt, dass 37,1 Prozent der Atypischen insgesamt unter 625 Euro (8.600 Schilling) verdienen, 45,4 Prozent zwischen 625 Euro (8.601 S) und 1.090 Euro (15.000 S). 1.000 Euro ist die von der Politik genannte Summe einer Mindestsicherung. Bis 1.817 Euro (25.000 S) Einkommen haben 12,7 Prozent, in der nächsten Kategorie - bis 2.544 Euro (35.000 S) - 3,6 Prozent. Mehr als 2.544 Euro (35.000 S) Einkommen haben 1,2 Prozent der nicht typisch Arbeitenden. Die beiden letzten Kategorien, so Riesenfelder, sind deutliche "Zuverdiener".

Prekäre Arbeitsverhältnisse

"Man sieht ganz klar die positiven Effekte dieser Beschäftigungsart bei Einsteigern, so genannten Aussteigern, also am Anfang bzw. am Ende einer Berufslaufbahn und bei Nebenverdiensten. Da wird der Anspruch auf Flexibilität voll erfüllt, beide Seiten sind zufrieden", konstatiert Riesenfelder. Aber: Vor allem die Atypisch Beschäftigten mit kleinen Einkommen, die davon leben sollten, können dies kaum. "Da kann man wirklich von prekären Arbeitsverhältnissen sprechen". (APA)

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