Schönbrunn: Alles anschauen, nur einmal zahlen

29. März 2002, 16:53
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Ab dem Osterwochenende können sämtliche Schönbrunner Attraktionen mit nur einem Ticket besucht werden

Wien - Ab dem Osterwochenende gilt in Schönbrunn eine neue Devise: Alles anschauen, aber nur einmal zahlen. Erstmals gibt es nämlich ein Kombi-Ticket für die Schönbrunner Attraktionen. Schloss, Tiergarten, Palmenhaus und Wagenburg können mit nur einer Eintrittskarte besucht werden. Möglich wird das laut Franz Sattlecker, dem Geschäftsführer der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft, durch den Abschluss einer Kooperation zwischen den jeweiligen Betreibern.

Konkret beinhaltet der neue "Schönbrunn Pass Gold" eine "Grand Tour" durch die 40 Schauräume im Schloss sowie den Besuch der Bergl-Zimmer, den Eintritt in den Tiergarten, in das Palmenhaus der Bundesgärten und in die Wagenburg (eine Sammlung des Kunsthistorischen Museums) sowie einen Gang durch den Irrgarten, den Zugang zur Aussichtsterrasse der Gloriette sowie eine Apfelstrudelshow mit Verkostung in der Hofbackstube. Im Kinderticket ist außerdem eine Tageskarte für die Schönbrunner Panorama-Bahn inbegriffen.

Erhältlich ist das Ticket ab sofort zum Preis von 27 € für Erwachsene bzw. 13,50 € für Kinder von sechs bis 15 Jahren, und zwar an den Kassen von Schloss Schönbrunn, Tiergarten und Palmenhaus. Neben einer Ersparnis von zehn Euro gegenüber Einzeltickets birgt der Gold-Pass auch noch einen weiteren Vorteil: Das lästige Anstellen an den Kassen. Die Entwertung erfolgt nach Kauf automatisch an allen Drehkreuzen.

Für die Schönbrunn-Betreiber soll der Ticketing-Bereich aber nicht das einzige Kooperations-Projekt bleiben, wurde betont. So planen etwa die Bundesgärten Ende Mai in Zusammenarbeit mit der Schloss-Gesellschaft die Eröffnung eines Labyrinths, zusätzlich zum bestehenden Irrgarten.

Für Schloss-Geschäftsführer Sattlecker ist eine Kooperation der Betreiber in einer historisch konzipierten Anlage wie Schönbrunn eine "zwingende Logik". Zwar sei es auch weiterhin wichtig, dass im Areal unterschiedliche Betreiber mit spezifischer Kompetenz glänzen, Vermarktung und Service müssten aber zunehmend aus einem Guss sein. "Denn immer mehr Besucher wollen All-in-One-Angebote", betonte Sattlecker. (APA).

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