Migräne-Attacken nach Hormonbehandlung

30. März 2002, 22:05
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Hormonersatztherapie zur Bekämpfung der Wechseljahrbeschwerden als Auslöser

Regensburg - Eine Hormonersatztherapie zur Bekämpfung der Wechseljahrbeschwerden kann Migräne-Attacken auslösen oder zumindest verstärken. Das ist das Ergebnis einer Studie an rund 1.000 über 45 Jahre alten Krankenschwestern der Harvard Medical School in Boston, wie die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) in Regensburg berichtete. Demnach erhöht eine solche Therapie das Migräne-Risiko um das Doppelte.

Nach Angaben von Hans-Christoph Diener von der Neurologischen Uniklinik Essen geht Migräne bei Frauen im Alter oft auch spontan ohne zusätzliche Medikamente wieder zurück. Wenn eine Hormonersatztherapie mit häufigeren Migräneattacken verbunden sei, sollten die Patientinnen nach Rücksprache mit ihrem Frauenarzt die Behandlung für drei Monate unterbrechen. Dann könne beobachtet werden, was mit dem Kopfschmerz geschehe.

Ursache für Kopfschmerzen können jedoch auch Schmerzmittel sein. Diese Beschwerden können entstehen, wenn 14 Tage oder noch häufiger pro Monat Kopfschmerzmittel eingenommen werden. Nach Angaben der Fachgesellschaft müssen die Betroffenen sich einer Entzugsbehandlung unterziehen, um den Kopfschmerz wieder loszuwerden. (APA)

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