Globalisierung: Österreicher skeptisch

29. März 2002, 10:39
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Umfrage: 45 Prozent vermuten Nachteile

Linz - Die Globalisierung mit weltweiter Verflechtung der Wirtschaft ist für die Österreicher kein Fremdwort mehr, ein Großteil steht dem Inhalt dieses Begriffes aber skeptisch gegenüber. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "market". Bei der vom 18. bis zum 22. März bei 400 für die Gesamtbevölkerung repräsentativ ausgewählten Personen durchgeführten Umfrage erklärten nur neun Prozent, sie seien mit dem Begriff nicht vertraut. 48 Prozent gaben sogar an, sie seien damit sehr vertraut.

45 Prozent drückten aber ihre Skepsis aus: Sie vermuten für Österreich eher Nachteile als Vorteile aus der Globalisierung. Für 28 Prozent überwiegen die Vorteile. 24 Prozent wussten dazu keine Antwort, drei Prozent machten keine Angaben.

Persönliche Situation

Dann fragten die Meinungsforscher noch nach der persönlichen Situation. 53 Prozent stellten fest, es gehe ihnen im Vergleich zu vor fünf Jahren gleich gut. 24 Prozent schätzten ihre Lage als besser ein, 22 Prozent als schlechter - darunter überdurchschnittlich viele ältere Personen, Pflichtschulabsolventen und SPÖ-Wähler.

Neun Prozent meinten, für ihre persönliche Situation sei "großteils" die Globalisierung verantwortlich, 43 Prozent glaubten, das sei "teilweise" der Fall. 40 Prozent sahen für sich keine Auswirkungen der Globalisierung. Personen, denen es jetzt besser geht als vor fünf Jahren, machten die Globalisierung mehrheitlich nicht für ihr "Glück" verantwortlich. Personen, die für sich eine Verschlechterung registrierten, gaben dagegen zu 81 Prozent die Globalisierung als Ursache an. (APA)

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