Ausländergruppen zum Schutz der Palästinenser in Ramallah

29. März 2002, 10:42
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Israelische Vergeltungsanschläge sollen verhindert werden - Französischer Bauernführer Jose Bove unter der Schutzgruppe

Ramallah - Hunderte Ausländer sind am Donnerstag nach Ramallah gekommen, um die Palästinenser vor dem befürchteten israelischen Vergeltungschlag nach dem Anschlag vom Vortag zu schützen.

Bombenstopp erzwingen

Die Ausländer sind zumeist Europäer, die der Gruppe Öffentlicher Internationaler Schutz angehören. "Wir wollen in Ramallah bleiben, um die Palästinenser zu schützen", erklärte der französische Bauernführer Jose Bove. "Die israelische Regierung und unsere Regierungen wissen, dass wir hier sind", sagte Bove. "(Der israelische Ministerpräsident Ariel) Sharon muss wissen, dass er, wenn er Ramallah bombardieren lässt, auch hunderte Ausländer bombardiert."

Ramallah sei so gut wie eingeschlossen

Die israelische Armee bereitet offenbar eine Großoffensive im Westjordanland vor. Nach israelischen und palästinensischen Berichten marschierte die Armee am Abend mit starken Truppenverbänden auf die Städte Nablus und Ramallah vor. Ramallah sei so gut wie eingeschlossen, hieß es in palästinensischen Berichten. Der israelische Rundfunk meldete, Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer plane eine Teil-Mobilisierung der Streitkräfte. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Angesichts der bedrohlichen Entwicklung rief Palästinenserpräsident Yasser Arafat am Abend eine Pressekonferenz in Ramallah ein, auf der er seine Bereitschaft zu einer "bedingungslosen, einseitigen Waffenruhe" erklärte. (APA/AP/dpa)

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