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28. März 2002, 22:14
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Winchester '73 | Via Mala | El Cid | Das erste Evangelium: Matthäus | Kundun | Das Narrenschiff | Das Begräbnis | Der Shootist

11.23

FILM

Winchester '73 (USA 1950. Anthony Mann) Manns erster Film mit James Stewart, dem eine Serie von Westernklassikern (zum Beispiel "The Naked Spur", "The Man from Laramie") folgen sollten. Der Held (Stewart) und der Schurke (Stephen McNally) sind Brüder, "eines von tausend" der wegen seiner Präzision und Zuverlässigkeit begehrten Repetiergewehre des Jahrgangs 1873 ist der erste Preis eines Wettschießens. Es entwickelt sich ein erbitterter Kampf und die neurotischsten Schießereien der Genregeschichte. Bis 13.05, Kabel1


14.25

FILM

Via Mala (D 1961, Paul May) Wiederverfilmung des Romans vom gottlosen Sägemüller (Gert Fröbe), der seiner Familie das Leben derart zur Hölle macht, dass er umgebracht werden muss. Gehobene Heimatfilmdramatik alles in allem.
Bis 16.00, ORF2


15.05

FILM

El Cid (USA/Spanien 1961. Anthony Mann) Das edle, opfervolle und tapfere Leben des altspanischen Helden, der um 1080 aus dem Volke zum Schwertführer des Königs aufstieg und, der Legende nach, mit Edelmut und Tapferkeit alle Querelen seines Königshauses überwand. Ein schauprächtiges Abenteuerdrama mit dem Resultat, dass potenziell lächerliche Stellen (zum Beispiel der tote Cid auf seinem Pferd festgeschnallt ins Reich der Legenden reitend) echt rührend anmuten. Bis 18.00, Kabel1


20.15

FILM

Das erste Evangelium: Matthäus (I 1964. Pier Paolo Pasolini) Pier Paolo Pasolini widmete 1964 seine spröde, aber höchst intensive Verfilmung der biblischen Jesus-Erzählung dem lächelnden Reformpapst Johannes XXIII. - eine Geste der Humanität diesseits dogmatischer Glaubensfragen. Das ist auch der Film als solcher, der das wundersame Geschehen um den jüdischen Tischlersohn in einem sehr irdischen Reportagestil zeigt, alle Krankenheilungen, Brotvermehrungen und selbstverständlich die Auferstehung inbegriffen. Pasolini geht es nicht um Metaphysik, sondern darum, wie ein Volk von einem Mythos in Bewegung gesetzt wird. Aber zuweilen rührt er (meist vermittels der Musik) doch an so etwas wie Mystik.
Bis 22.25, 3Sat


22.30

FILM

Kundun (USA 1997. Martin Scorsese) Die Schauspieler sind Tibeter, die in Indien, Kanada oder den USA leben. Sie wurden entweder im Exil geboren oder wohnten zeit ihres Lebens im Exil. Für die Dauer von vier Monaten verließen sie ihre Arbeit, ihre Studien oder ihre Klöster. Scorsese sprang auf den fahrenden Zug und inszenierte Buddhismus: schöne Bilder aus einer fremden Welt. Bis 0.35, ARD


23.35

FILM

Das Narrenschiff (USA 1956. Stanley Kramer) Auf einer Schiffsreise von Mexiko nach Deutschland im Jahre 1933 kreuzen einander die Schicksale von einigen desillusionierten Einzelgängern. Tränenmächtige, humanistisch eingekitschte Bestsellerverfilmung, die alles korrekt machen will und sich dabei mehr als einmal auf verlogene Pfade verirrt. Vor Simone Signoret und Oskar Werner (in seiner erstaunlichsten, bewegendsten Kinoarbeit) freilich erblasst die ganze Schmonzette rundherum. Zusatzstars: Vivien Leigh, Lee Marvin, José Ferrer, Heinz Rühmann.
Bis 1.55, ORF2


0.50

FILM

Das Begräbnis (The Funeral, USA 1996. Abel Ferrara) Zum Begräbnis des jüngsten Bruders versammelt sich eine italienische Gangster-Dynastie und wird mit der eigenen Verstrickung in den Teufelskreis der Gewalt konfrontiert. Christopher Walken, Isabella Rossellini. Bis 2.35, Sat.1


1.10 (0.25)

FILM

Der Shootist (The Shootist, USA 1976. Don Siegel) John Wayne in seiner letzten Rolle und James Stewart in seinem letzten Western: Die letzten acht Tage im Leben eines gealterten, unheilbar erkrankten Revolvermannes. Books würde gern in Ruhe sterben, muss sich allerdings einem letzten Gefecht im Saloon stellen. Kritischer Spätwestern. Die im Vorspann gezeigten Stationen aus dem Leben des Revolverhelden sind übrigens Ausschnitte aus den berühmtesten John-Wayne-Western. Bis 2.45, ZDF

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